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Startseite»Nachrichten»Verantwortungsvolle Geldanlage: So finden Sie die besten nachhaltigen ETFs
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Verantwortungsvolle Geldanlage: So finden Sie die besten nachhaltigen ETFs

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerNovember 5, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Verantwortungsvolle GeldanlageSo finden Sie die besten nachhaltigen ETFs

Es gibt in der Finanzbranche keine verbindliche Definition, was unter dem Begriff „Nachhaltigkeit“ zu verstehen ist. (Foto: picture alliance / dpa-tmn)

Wer mit seinem Geld mehr als nur eine gute Rendite erzielen will, steht oft vor großen Herausforderungen. Woran das liegt – und wo Anleger dennoch gute und nachhaltige Fondsanlagen finden, zeigt eine Untersuchung der FMH-Finanzberatung.

Krisen. Kriege. Katastrophen. Die Welt, in der wir leben, wird immer komplexer. Entsprechend groß ist daher das Bedürfnis vieler Sparer, mit ihrer Geldanlage nicht nur gute Erträge zu erwirtschaften. Etliche Anleger wollen auch einen Beitrag für ein ökologischeres und friedlicheres Miteinander leisten.

Die Finanzbranche hat darauf reagiert und wirbt inzwischen mit einer Vielzahl von „nachhaltigen“ ETFs – meist unter dem Label „ESG-ETF“. Die Abkürzung steht für „Environmental, Social and Governance“, zu Deutsch: umweltfreundliche und soziale Unternehmensführung.

Kreatives Marketing dank fehlender Vorgaben

Eine erfreuliche Entwicklung, sollte man meinen. Das Problem ist nur: Es gibt in der Finanzbranche keine verbindliche Definition, was unter dem Begriff „Nachhaltigkeit“ zu verstehen ist. Vielmehr ist es den Anbietern weitgehend selbst überlassen, nach welchen Kriterien sie ein „nachhaltiges“ Produkt zusammenstellen. Wer sich für einen ESG-ETF entscheidet, wird daher oft feststellen müssen, dass er dennoch in Ölkonzerne, Fast-Fashion-Unternehmen oder die Rüstungsindustrie investiert hat.

Der Grund: Die Anbieter von ESG-ETF verfahren in der Regel nach dem sogenannten „Best-in-Class“ Verfahren. Das bedeutet: So lange sie nur in das am wenigsten schmutzige Unternehmen einer ansonsten nicht besonders ressourcenschonenden Branche investieren, dürfen sie ihren ETF bereits mit dem Nachhaltigkeitslabel vermarkten.

Doch nicht nur die schwammigen Nachhaltigkeitskriterien erschweren Verbrauchern oft die Wahl des richtigen ETF. Auch die Kosten und Gebühren sind ein wesentlicher Faktor, wenn es darum geht, sich für eine verantwortungsvolle und lukrative Geldanlage zu entscheiden.

Wenig Transparenz

Die FMH-Finanzberatung hat daher im Auftrag von ntv recherchiert, welche Broker die meisten nachhaltigen ETF-Sparpläne anbieten. Weil es aber nicht nur auf die schiere Menge, sondern auch die Qualität der Anlagen ankommt, haben die Frankfurter Experten zudem 30 Neobroker, Broker, Direkt- und Geschäftsbanken angeschrieben und ihnen einige Fragen gestellt – etwa zu den Mindestvorgaben für die Nachhaltigkeit oder den Kosten pro Sparvorgang.

Das Ergebnis war ernüchternd. Gerade einmal zwölf der teilnehmenden Geldhäuser haben alle Fragen beantwortet. Der Rest hat nicht geantwortet oder die Teilnahme verweigert. Solange es keine klaren Vorgaben gibt, was ein nachhaltiges Unternehmen ausmacht, wollen sich diese Anbieter offenbar nicht in die Karten schauen lassen.

Kleine Schritte, großer Unterschied

Sparer, die dennoch einen nachhaltigen Mehrwert mit ihrer Geldanlage erzielen wollen, haben – laut FMH – zwei Möglichkeiten.

  • Variante eins: Sie setzten nicht auf die klassischen ESG-Fonds, sondern achten zudem auf das Label „SRI“. Der Zusatz steht für Socially Responsible Investing, also sozial verantwortungsvolles Investieren. Hier sind die Anforderungen in der Regel strenger, als beim klassischen ESG-Fonds. Dafür allerdings ist die Streuung bei solchen Fonds deutlich weniger breit – und das Risiko für Anleger steigt.

  • Variante zwei: Verantwortungsvolle können bei klassischen ESG-Fonds bleiben, aber auf die von der FMH bewerteten Anbieter setzen. Weil auch kleine Schritte einen großen Beitrag zu einer besseren Welt leisten können, machen solche Geldanlagen trotz aller Schwächen einen Unterschied. Zudem erhalten Anleger, die diesen Weg einschlagen, ein breit gestreutes und kostengünstiges Produkt: Die Kosten pro monatlichem Sparvorgang sowie auch die Gebühren beim Verkauf von Anteilen bewertete die FMH mit jeweils 33 Prozent. Die Anzahl der ETF-Möglichkeiten beeinflusste die Bewertung zu 20 Prozent. Zudem flossen auch die Depotkosten und unterschiedlichen Angebotsbesonderheiten in die Bewertung ein.

Zu den besten Depots für nachhaltige ETF-Sparpläne kürt die FMH-Finanzberatung neben Scalable Capital auch comdirect und S-Broker. Alle drei Sieger haben mehr als 800 nachhaltige ETF-Sparpläne zur Auswahl und gehören auch zu den Anbietern mit den wenigsten Transaktionskosten.

Quelle: ntv.de, awi

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