Verband und Klub im Clinch
WM-Streit eskaliert: Belgischer Verteidiger darf nicht spielen
Bizarre Situation in der belgischen Nationalmannschaft: Nach einer längeren Verletzung erhält Verteidiger Zeno Debast eigentlich grünes Licht von der medizinischen Abteilung. Doch sein Heimatklub funkt dazwischen.
Aufgrund eines Disputs zwischen dem belgischen Nationalteam und Arbeitgeber Sporting Lissabon darf Verteidiger Zeno Debast offenbar nicht im WM-Viertelfinale (Freitag, 21 Uhr MESZ/ZDF und MagentaTV sowie im Liveticker auf ntv.de) gegen Spanien spielen. In einem Statement erklärte der belgische Verband RBFA, dass der portugiesische Klub Debast als „nicht spielbereit“ evaluiert habe.
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Demnach habe Sporting dem Spieler erklärt, dass er noch nicht für einen Einsatz bereit sei. Diese Einschätzung weiche „von der unseres medizinischen Stabes“ und der „versicherungstechnischen Stellen der FIFA“ ab, erklärte der belgische Verband laut „The Athletic“ und dem belgischen TV-Sender Sporza.
Debast trainiert individuell
Eine Quelle aus dem Vereinsumfeld berichtete „The Athletic“, dass Sporting im täglichen Austausch mit dem Spieler stehe. Vor dem Viertelfinale soll zudem noch ein Treffen zwischen dem Klub und Verband stattfinden, um die Fitness des Innenverteidigers zu bewerten. Bislang kam der 22-Jährige noch zu keinem WM-Einsatz. Im jüngsten Spiel, beim 4:1 gegen die USA, stand Debast aber erstmals wieder im Kader.
Seine Verletzung am Oberschenkel hatte sich der Defensivspieler Mitte Mai noch bei Sporting in Portugal zugezogen. Er verpasste insgesamt neun Partien. Erst Ende Juni stieg er wieder ins Training der Belgier ein. Aktuell trainiert er im belgischen Team individuell unter der Aufsicht der Leistungsabteilung der RBFA.
Debast lief in seiner Karriere 26 Mal für die belgische Nationalmannschaft auf, auch bei der WM 2022 in Katar stand er im Kader. Im Sommer 2024 war er für 18 Millionen Euro von Anderlecht nach Lissabon gewechselt.
Verwendete Quellen: ntv.de, msc
