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Startseite»Nachrichten»Verfahren beantragt: Kampf gegen Dopingsperre: Sprint-Europameister Ansah wehrt sich
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Verfahren beantragt: Kampf gegen Dopingsperre: Sprint-Europameister Ansah wehrt sich

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 28, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Verfahren beantragt

Kampf gegen Dopingsperre: Sprint-Europameister Ansah wehrt sich

28.08.2026 | 08:51 Uhr

Für Owen Ansah geht es um seine Zukunft als Sportler: Der deutsche Rekordsprinter lehnt die Sperre wegen eines angeblich verweigerten Dopingtests ab. Damit wird sich das Verfahren hinziehen – der Hamburger dürfte weiter starten, kann es aber nicht.

Europameister Owen Ansah geht wie erwartet den juristischen Weg und akzeptiert die von der Nationalen Anti Doping Agentur vorgeschlagene Sperre über vier Jahre nicht. Das teilte die NADA nach Ablauf einer 20-Tage-Frist mit. Stattdessen verlangt der Sprinter die Einleitung eines Disziplinarverfahrens beim Deutschen Sportschiedsgericht. Ansahs Anwalt Rainer Cherkeh hatte bereits mitgeteilt, dass es mit Blick auf das laufende Verfahren kein weiteres Statement geben werde.

Das nun angestoßene Verfahren ist laut NADA nicht öffentlich. „Zu weiteren Verfahrensdetails, insbesondere zum zeitlichen Verlauf, kann die NADA keine Aussagen treffen. Die Verfahrensgestaltung obliegt dem Schiedsgericht. Der NADA ist es aber wichtig, dass das Verfahren vor dem Deutschen Sportschiedsgericht zügig und effektiv durchgeführt wird“, teilte die Agentur mit.

Der deutsche 100-Meter-Rekordler dürfte trotz des Vorwurfs eines verweigerten Dopingtests weiter starten und ist nicht suspendiert. Allerdings hatte der 25-Jährige, der mit Gold über 200 Meter und Bronze über 100 Meter vor zwei Wochen bei der EM in Birmingham groß auftrumpfte, seine Saison am Donnerstag wegen einer Verletzung vorzeitig beendet. Ihm droht aber weiter die Annullierung der Resultate und Medaillen.

Ansah betont, er habe sich nie geweigert

Ansah wollte am 9. Juli gerade zum Diamond-League-Meeting nach Monaco aufbrechen und war nach eigenen Worten unter Zeitdruck, als ihn ein Kontrolleur zur Abgabe einer Dopingprobe aufforderte. Er gab an, kurz zuvor gerade die Toilette besucht zu haben und so schnell nicht eine Probe abgeben zu können. Der Kontrolleur war außerhalb des von Ansah angegebenen Zeitfensters erschienen. Der Sprinter betont, er habe sich zu keinem Zeitpunkt geweigert, eine Probe abzugeben.

Ansah: „Kann die Zukunft nicht beeinflussen“

Daran hält Ansah weiter fest. Am 7. August begann eine Frist von 20 Tagen, in der er die Möglichkeit hatte, die Feststellungen der NADA zu akzeptieren oder die Einleitung eines Disziplinarverfahrens beim Deutschen Sportschiedsgericht zu verlangen. Hätte der Sprinter vom Hamburger SV die Sperre akzeptiert, hätte sich die Strafe auf drei Jahre reduziert. Stattdessen geht nun der juristische Streit weiter.

Das Deutsche Sportschiedsgericht entscheidet über die Anträge der NADA und von Owen Ansah. Gegen die Entscheidung besteht für beide Seiten sowie auch für den Leichtathletik-Weltverband und die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA die Möglichkeit des Rechtsbehelfs zum Internationalen Sportgerichtshof CAS.

Verwendete Quellen: ntv.de, ara/dpa

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