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Viele Alleinerziehende betroffen: Jeder Fünfte kann sich keinen einwöchigen Urlaub leisten

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 23, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Viele Alleinerziehende betroffenJeder Fünfte kann sich keinen einwöchigen Urlaub leisten

Besonders häufig betroffen sind laut Statistik Alleinlebende. (Foto: picture alliance / photothek.de)

In Deutschland sagen etwa 20 Prozent der Bevölkerung, dass sie nicht genug Geld für eine längere Reise haben. Bei bestimmten Gruppen liegt dieser Anteil noch deutlich höher. Im europäischen Vergleich steht die Bundesrepublik aber noch relativ gut da.

Rund ein Fünftel der Menschen in Deutschland (21 Prozent) kann sich nach eigenen Angaben keine einwöchige Urlaubsreise leisten. Besonders häufig sagen das Alleinstehende und Alleinerziehende, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im EU-Durchschnitt sind demnach mit 28 Prozent der Bevölkerung aber deutlich mehr Menschen betroffen, die sich keinen einwöchigen Urlaub leisten können.

„Ob genügend Geld für einen Urlaub da ist, hängt erwartungsgemäß stark vom Einkommen ab“, erklärte das Statistikamt. Beim einkommensschwächsten Fünftel der Bevölkerung mit einem Einkommen von rund 1600 Euro im Monat gab fast die Hälfte (48 Prozent) an, sie könne sich keinen einwöchigen Urlaub leisten. Beim nächsten Fünftel mit einem Einkommen bis 2100 Euro waren es 28 Prozent.

Besonders häufig betroffen sind laut Statistik Alleinlebende – hier sagten 29 Prozent, sie könnten sich keinen einwöchigen Urlaub leisten. In Alleinerziehenden-Haushalten sagten das 39 Prozent der Menschen.

Die Ergebnisse stammen aus der europäischen Gemeinschaftsstatistik über Einkommen und Lebensbedingungen – die Ergebnisse für 2025 basieren auf einer Hochrechnung aus der Befragung 2022.

Beim Einkommen verwenden die Statistiker das sogenannte Nettoäquivalenzeinkommen, ein bedarfsgewichtetes Pro-Kopf-Einkommen, um die Einkommenssituation von Menschen in unterschiedlichen Haushaltszusammensetzungen vergleichbar zu machen. Ein Nettoäquivalenzeinkommen von 1600 Euro entspricht bei einem Haushalt mit zwei Erwachsenen einem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen von 2400 Euro, bei einem Haushalt mit zwei Erwachsenen und einem Kind unter 14 Jahren rund 2900 Euro pro Monat. Kinder sind in dieser Statistik auch 18- bis 24-Jährige, sofern sie ökonomisch abhängig sind.

Zwischen den EU-Staaten gibt es laut Statistik deutliche Unterschiede: Am häufigsten gaben Menschen in Rumänien (61 Prozent), Griechenland (47 Prozent), sowie Bulgarien und Ungarn (je 39 Prozent) an, sie können sich keinen Urlaub leisten. Am seltensten war die Bevölkerung in Luxemburg (elf Prozent), Schweden (zwölf Prozent) und in den Niederlanden (13 Prozent) betroffen.

Quelle: ntv.de, dsc/AFP

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