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VIP VIP, Hurra!: Harry und Meghan machen die Rolle rückwärts

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 21, 2026Keine Kommentare6 Minuten Lesezeit
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VIP VIP, Hurra!Harry und Meghan machen die Rolle rückwärts

21.08.2026, 17:00 Uhr Die Promikolumne von Verena Maria Dittrich
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Nach all dem Theater: zurück nach England. (Foto: picture alliance/dpa/ZUMA Press Wire)

Harry und Meghan versetzen ganz England in Aufruhr, Jeanette Biedermann steht kurz vor der Geburt ihres ersten Kindes und es gibt neue Details zu Hayden Panettieres letzten Stunden: Das waren die Top-Promi-Themen dieser Woche.

Manchmal dauert es sechs Jahre, ein viel diskutiertes Oprah-Interview, ein Buch mit vielen Details, sogar über den eigenen Penis, ein Familienkrach von epischem Ausmaß und ein Umzug nach Kalifornien, bis man feststellt, ach, kieke an, vielleicht war zu Hause ja doch nicht alles so schlecht. Prinz Harry jedenfalls zieht es zurück auf die Insel. Und klar kommt Meghan mit!

Wie der britische „Telegraph“ und das amerikanische „People“-Magazin einstimmig berichten, wollen der verlorene Sohn des Hauses Windsor, seine Gattin und die beiden Kinder Archie und Lilibet die USA verlassen und sich wieder in Großbritannien niederlassen. Nein, nicht im Buckingham Palace, auch nicht in Windsor oder einer anderen königlichen Liegenschaft, sondern in einem privaten Häuschen außerhalb Londons.

Die Kinder, so heißt es in dieser Woche, seien bereits an einer britischen Schule angemeldet und sollen dort schon im September am Unterricht teilnehmen. Archie ist sieben, Lilibet mittlerweile fünf. „Megxit“ war also gestern. Oh nein, was soll jetzt nur aus dem liebevoll umhegten Hühnerstall werden?

Sechs Jahre ist es, wie gesagt, her, dass Harry und Meghan der königlichen Sippe den Rücken kehrten und sich nach Nordamerika verkrümelten, zunächst nach Kanada, schließlich nach Montecito, wo die Möglichkeiten, über das britische Königshaus zu sprechen, nahezu grenzenlos schienen. Wer kennt sie nicht, die Szenen aus ihrer Netflix-Doku, wo die beiden wie zwei gejagte Bankräuber in einem prächtigen Versteck Unterschlupf fanden und davon erzählten, wie tagsüber die Hubschrauber über dem Anwesen kreisten.

Ach, diese Royals!

Seit der Hochzeit mit Meghan erfuhr die Welt, neben jeder Menge Gossip, ziemlich viel darüber, was in Palästen so hinter geschlossenen Türen abgeht, oder anders gesagt: dass Prinzen und Könige am Ende eben auch nur Leute mit einer ganz normalen, leicht verrückten Familie sind. Gut, sie fallen weicher als der normale Bürger aus dem Volke, aber vor Bruder-Rivalitäten sind auch Prinzen nicht gefeit, die Riesenbude wird im Winter nicht überall gleich warm, und während das Personal tratscht, lauert draußen die elende Presse. Hach ja, da kann man schon mal schwer im Selbstmitleid versinken.

Jetzt aber ist ganz England, ach was, die halbe Welt in Aufruhr, weil der verlorene Sohn heimkehrt, ausgerechnet dorthin, wo Harry sich lange fragte, ob die Heimat für ihn und seine Familie überhaupt sicher genug sei. Wegen des Personenschutzes zog er vor Gericht, verlor, klagte über die Gefahren für Meghan und die Kinder und vermittelte zeitweise den Eindruck, eine Fahrt durch London sei für einen Sussex ungefähr so sicher wie eine Reise durch ein Kriegsgebiet. Ja, die Erzählungen mögen an der einen oder anderen Stelle stark von den eigenen Gefühlen geleitet worden sein, wir sollten an dieser Stelle aber nie vergessen, wie erbarmungslos Paparazzi sein können und wohin die Jagd nach Bildern bei seiner eigenen Mutter, Prinzessin Diana, führte.

Doch nun die Rückkehr schon Ende des Monats und natürlich ist das aus der Promiwelt die Top-Meldung der Woche, aber man sollte aus dem Umzugswagen nicht gleich eine Staatskarosse machen, denn die beiden sollen wohl mitnichten in den „Staatsdienst“ der Familie zurückkehren.

König Charles dürfte sich aber dennoch freuen, seinen Sohn und seine Enkel künftig häufiger zu sehen, was man dem inzwischen 77 Jahre alten Vater und Großvater, der wegen einer Krebserkrankung behandelt wird, kaum verdenken kann.

Komplizierter dürfte die Chose ein paar Häuser weiter werden. Das Verhältnis zwischen Harry und William gilt nach wie vor als frostig. Traurig, wenn man bedenkt, dass die beiden auch durch den frühen Tod ihrer Mutter einst als unzertrennlich galten. Die Heimkehr ist also keine royale Kehrtwende, sondern eher eine Frage der Prioritäten. Und später bereut man schließlich immer die Zeit, die man nie genutzt hat.

Vorfreude bei Jeanette, Trauer um Hayden

Während also in Großbritannien demnächst zwei Sussex-Kinder eingeschult werden, wartet in Berlin jemand darauf, dass das erste Kind auf die Welt kommt. Jeanette Biedermann ist mit ihren 46 Jahren auf den letzten Metern ihrer Schwangerschaft, jetzt heißt es: „Endspurt“. Auf Instagram zeigte sie sich ungeschminkt im blauen Morgenmantel neben einer Babykrippe. Das Kind könne nun jeden Tag kommen, schrieb sie, ihr und dem Baby gehe es gut. Und das Angenehme an diesen Promi-News ist, dass es ausnahmsweise mal nichts zu analysieren gibt, zumal eine andere Geschichte über eine Mutter und ihre Tochter in dieser Woche sehr viel schwerer auszuhalten ist.

Seit dem Tod von Hayden Panettiere kommen beinahe täglich neue Details über ihre letzten Stunden ans Licht. Inzwischen ist bekannt, dass ausgerechnet ihr langjähriger On-off-Partner Brian Hickerson bei ihr war, als sie starb. Auch dessen Bruder Zach soll sich in dem Apartment in Greenville, South Carolina, aufgehalten haben. Und damit ist man leider wieder bei einer Beziehung, von der Panettieres Familie offenbar schon lange hoffte, sie möge endlich vorbei sein.

Ihre Mutter Lesley Vogel sagte NBC, man habe lange versucht, Hickerson aus dem Leben ihrer Tochter herauszubekommen. Der war wegen häuslicher Gewalt verurteilt worden, und die Beziehung zu Panettiere hatte immer wieder für Schlagzeilen gesorgt.

Allerdings ist auch die Rolle der Mutter in dieser Geschichte keine ganz einfache. Vogel und ihre Tochter hatten zuletzt kaum noch Kontakt. Panettiere stand schon als Kleinkind vor der Kamera und wurde von ihrer Mutter gemanagt. In ihrer erst im Mai erschienenen Autobiografie beschrieb sie, was es mit einem Kind macht, wenn es schon früh funktionieren muss wie eine Erwachsene. Sie sei zu einem „kleinen Soldaten“ geworden, schrieb sie. Später soll sie ihre Mutter gebeten haben, doch bitte wieder mehr Mutter und weniger Managerin zu sein.

Ihr Vater war es schließlich, der den Tod seiner Tochter öffentlich bekanntgab. Wladimir Klitschko, mit dem Hayden die gemeinsame Tochter Kaya hat, schrieb wenige Tage später, ihre Familie stehe unter „tiefem Schock“.

Hayden Panettiere war, genauso wie Prinzessin Diana, bei ihrem Tod erst 36 Jahre alt. Und doch wirkt ihr Leben, wenn man es rückwärts betrachtet, erschreckend lang: Kinderstar, Ruhm, Mutter, Sucht, Entzug, eine gewalttätige Beziehung, der frühe Tod ihres Bruders und immer wieder der Versuch, von vorne anzufangen. Mit ihrer Autobiografie hatte sie gerade begonnen, ihre Geschichte selbst zu erzählen. Viel Zeit ist ihr dafür nicht geblieben.

Quelle: ntv.de

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