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Startseite»Nachrichten»Von afghanischem Mann erstochen: Trierer Student war laut Polizei ein Zufallsopfer
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Von afghanischem Mann erstochen: Trierer Student war laut Polizei ein Zufallsopfer

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 16, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Von afghanischem Mann erstochenTrierer Student war laut Polizei ein Zufallsopfer

Die Trauer in Trier ist groß: Mutmaßlich, weil er einfach zur falschen Zeit am falschen Ort war, ist ein Student ums Leben gekommen. Ein junger Mann aus Afghanistan hat ihn erstochen. Ein Gutachten soll nun Klarheit bringen, ob der 22-Jährige bei der Tat schuldfähig war.

Nach der tödlichen Messerattacke auf einen Studenten in Trier ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts des Totschlags gegen einen festgenommenen Tatverdächtigen. Den Ermittlungen zufolge habe der Beschuldigte dem 22-Jährigen am Mittwochmorgen aus bisher unbekannten Gründen auf offener Straße mit einem Küchenmesser mindestens zweimal in den Oberkörper gestochen, teilte die Polizei der Moselstadt mit. Das Opfer sei trotz sofortiger Reanimation in einem Krankenhaus gestorben.

Bei dem Beschuldigten handele es sich um einen 22-jährigen Afghanen, der seit mehreren Jahren in Trier lebe und zuletzt in der Nähe des Tatorts gewohnt habe. Täter und Opfer kannten sich demnach nicht. „Es dürfte sich um eine zufällige Begegnung gehandelt haben“, teilte die Polizei mit. Der Beschuldigte habe die Tat eingeräumt, jedoch sonst keine Angaben zur Sache gemacht.

Das Amtsgericht Trier habe die einstweilige Unterbringung des Mannes in der geschlossenen forensischen Psychiatrie angeordnet. Den Ermittlungen zufolge leidet er an einer psychischen Erkrankung, wegen der er in jüngerer Zeit in einer psychiatrischen Klinik in Behandlung gewesen sei. „Es bestehen daher Anhaltspunkte dafür, dass die Schuldfähigkeit des Beschuldigten bei Begehung der Tat beeinträchtigt war.“ Klarheit soll ein Gutachten bringen. Der Student war demnach auf dem Rückweg von einem Lebensmittelmarkt. Der Beschuldigte entfernte sich nach Angaben der Polizei vom Tatort und wurde wenig später in der näheren Umgebung vorläufig festgenommen.

In Trauer vereint gedachten zahlreiche Menschen in Trier am heutigen Donnerstag mit einer Schweigeminute des getöteten Studenten. Auf der sogenannten Forumsplatte der Universität folgten etwa 1000 Menschen einem Aufruf und kamen um 12 Uhr zusammen. Auch ein Kondolenzbuch war ausgelegt, unter anderem trug sich Oberbürgermeister Wolfram Leibe ein. An der Stelle, an der sich die Tat ereignet hatte, waren Blumen und Kerzen zu sehen.

Quelle: ntv.de, fzö/dpa

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