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Startseite»Nachrichten»Vorort südlich von Beirut: Israel greift dicht bebaute Hisbollah-Hochburg an
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Vorort südlich von Beirut: Israel greift dicht bebaute Hisbollah-Hochburg an

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 7, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Vorort südlich von BeirutIsrael greift dicht bebaute Hisbollah-Hochburg an

Rettungkräft an einem Gebäude nach israelischen Luftangriffen. (Foto: AFP)

Die israelische Armee führt Luftangriffe in Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut durch – laut Regierungschef Netanjahu als Reaktion auf Beschuss des Nordens Israels.

Israels Armee hat trotz der eigentlich verkündeten Waffenruhe die Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen. Die Armee habe „Terroristen-Hauptquartiere“ als Reaktion auf den Beschuss Israels durch die Hisbollah angegriffen, teilten Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz mit.

Mindestens zwei Menschen wurden bei den Angriffen in Beirut getötet und elf weitere verletzt, wie die libanesische Staatsagentur NNA berichtete. Videos von Augenzeugen zeigten dichte Rauchwolken in den als Dahija bekannten Vororten von Beirut, die als Hochburg der Hisbollah gelten, die aber auch dicht bewohnt sind. Augenzeugen beschrieben schwere Zerstörung an einem der Gebäude über mehrere Stockwerke. Israelische Medien berichteten, der Angriff habe dem Hauptquartier der Hisbollah gegolten.

Israel hatte seit Inkrafttreten einer offiziellen Waffenruhe Mitte April die Angriffe deutlich eingeschränkt. US-Präsident Donald Trump hatte auch einen Stopp israelischer Angriffe in dem Gebiet und ein Ende von Angriffen der Hisbollah auf Israel verkündet. Israel hatte jedoch damit gedroht, diese Gebiete bei Hisbollah-Attacken auf Israel erneut anzugreifen und die Bewohner der Vororte erneut Mal zur Flucht gedrängt.

Netanjahu: „Wir greifen sie sehr hart an“

Der Norden Israels wurde zuvor erneut vom Libanon aus mit Raketen angegriffen. Die Raketenabwehr habe zwei Geschosse abgefangen, die auf israelisches Gebiet vorgedrungen seien, teilte die Armee mit.

„Wir werden nicht zulassen, dass die Hisbollah auf unser Gebiet und unsere Gemeinden schießt – und wir werden entsprechend handeln“, sagte Netanjahu zum Beginn einer Kabinettssitzung heute. Im Libanon habe die israelische Armee im Laufe einer Woche 350 „Terroristen“ getötet. „Wir greifen sie sehr hart an, und wir wissen, dass die Hisbollah auf der Flucht ist“, sagte Netanjahu.

In der Nacht zum Donnerstag hatten sich Israel und der Libanon nach US-Angaben auf einen neuen Anlauf zur Umsetzung der bisher faktisch kaum wirksamen Waffenruhe geeinigt. Die Hisbollah lehnte die vereinbarten Bedingungen ab, kurz darauf erfolgten neue Angriffe der mit dem Iran verbündeten Miliz.

Quelle: ntv.de, mpe/dpa

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