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Startseite»Politik»Waldbrände in Spanien: Neuer Brand bei Valencia
Politik

Waldbrände in Spanien: Neuer Brand bei Valencia

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 26, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 26.07.2026 • 13:49 Uhr

Die Waldbrände in Spanien breiten sich weiter aus. Ein neues Feuer bei Valencia hat Tausende Menschen zur Flucht gezwungen. Auch im Großraum Madrid kämpfen Einsatzkräfte weiter gegen die Flammen.

Von Hans-Günter Kellner, ARD-Studio Madrid

Die Waldbrände in Spanien sind weiter außer Kontrolle. Zu den drei Bränden im Großraum Madrid mit 45.000 Hektar verbrannter Fläche ist nun ein Feuer im Vall d’Uixò in der Region Valencia hinzugekommen, wo die Löschmannschaften Flammen auf einer Front von 21 Kilometern bekämpfen.

Die Bürgermeisterin des Orts La Vall, Tania Baños, erklärte, das Feuer sei außer Kontrolle. 16.000 Menschen seien in Sicherheit gebracht worden. Wer nicht evakuiert wurde, soll seine Wohnung nicht verlassen.

Im Großraum Madrid sind etwa 100.000 Menschen betroffen

Unterdessen sind auch im Großraum Madrid weitere kleine Ortschaften geräumt worden. Somit sind dort insgesamt etwa 100.000 Menschen entweder aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen – oder, zu Hause zu bleiben. Das Feuer breitet sich insbesondere in der etwa 50 Kilometer südwestlich von Madrid gelegenen Provinz Toledo weiter aus.

Die Brände im Westen der spanischen Hauptstadt sind nach Angaben der Behörden hingegen inzwischen weniger intensiv. Ein Armeesprecher erklärte, während sich die Löschmannschaften am Samstag darauf konzentrieren mussten, Leib und Leben der Bevölkerung zu schützen, hoffe man am Sonntag auf besseres Wetter, um auch die Flammen bekämpfen zu können. Den Meteorologen zufolge soll sich insbesondere der Wind legen.

Sánchez fordert „Staatspakt gegen den Klimanotstand“

Madrid selbst ist zwar nicht von Flammen bedroht. Allerdings hatte am Wochenende der Wind Aschewolken in die spanische Hauptstadt getragen. Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hat unterdessen die spanischen Parteien zu einem „Staatspakt gegen den Klimanotstand“ aufgerufen.

Bis Juli seien in Spanien bereits mehr als 130.000 Hektar Wald verbrannt, der heiße August stehe erst noch bevor. Das Land müsse sich besser auf die veränderten Klimabedingungen einstellen, sagte der spanische Ministerpräsident. Dazu sei es notwendig, dass die gegenwärtig linke Zentralregierung und die meist konservativen Regionen eng zusammenarbeiteten.

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