Warentest vergleicht und stauntFotografiert ein iPhone 17 Pro so gut wie Systemkameras?
Stiftung Warentest lässt im Labor ein iPhone 17 Pro gegen hochwertige Systemkameras antreten, sie durchlaufen die gleichen Labortests wie die Spezialisten mit Wechselobjektiven. Über das Ergebnis sind die Prüfer „sehr überrascht“.
Laut „Phototutorials“ werden bis Ende dieses Jahres weltweit etwa 1,95 Billionen Fotos aufgenommen, täglich sind es 5,3 Milliarden. Rund 94 Prozent davon sollen von Smartphones stammen. Da nicht alle Bilder zählbar bei Diensten veröffentlicht oder gespeichert werden, kann der Anteil auch höher oder niedriger sein. Aber jeder weiß aus eigener Erfahrung, dass die Zahl nicht aus der Luft gegriffen ist. Selbst ambitionierte Fotografen, die eine Systemkamera besitzen, nutzen vermutlich im Alltag ebenfalls hauptsächlich ihr Mobiltelefon.
Das liegt einerseits an der ständigen Verfügbarkeit der Geräte und der einfachen Nutzung, andererseits ist auch die Qualität von Smartphone-Aufnahmen inzwischen sehr hoch. Doch können die extrem kompakten Knipsen auch mit hochwertigen Systemkameras mithalten, die mit Wechselobjektiven und gewöhnlich deutlich größeren Sensoren arbeiten? Immerhin behaupten Hersteller dies auf ihren Produktseiten gerne. Google beispielsweise betont beim neuen Pixel 11 Pro, die „professionelle Bildqualität“. Apple geht beim iPhone 17 Pro sogar so weit, zu schreiben, es sei „als hätte man acht Profi-Objektive in der Tasche“.
Stiftung Warentest hat es ausprobiert, indem es ein iPhone 17 Pro außer Konkurrenz beim jüngsten Vergleich aktueller Kameras antreten ließ. Das Apple-Gerät durchlief dabei – so weit technisch möglich – die gleichen Labortests wie die Spezialisten. Und tatsächlich hat sich der Hersteller bei seiner PR offenbar nicht zu weit aus dem Fenster gelehnt.
„Erstaunlicher Erfolg“
Stiftung Warentest nennt das Ergebnis einen „erstaunlichen Erfolg“. Die Bilder des iPhone 17 Pro zeigten „sehr gute Farben und Hauttöne, hohe Schärfe, detaillierte Oberflächentexturen sowie kaum Bildfehler“, so die Prüfer. Selbst bei wenig Licht lasse das iPhone fast alle Kamera-Konkurrenten des Tests hinter sich.
„Wir sind sehr überrascht, wie nah High-End-Smartphones mittlerweile an die Fähigkeiten vollwertiger Kameras herangerückt sind“, sagt der zuständige Experte der Stiftung, Hannes Czerulla . „Beim Thema Bildqualität müssen Fotografen kaum noch Kompromisse eingehen.“
Die von den Prüfern gefundenen Mankos halten sich in engen Grenzen und dürften Otto-Normal-Knipsern ziemlich egal sein. Das iPhone 17 Pro zeige bei Gegenlichtreflexen und dem Verwacklungsschutz kleine Schwächen, schreibt Stiftung Warentest. Hinzu komme, dass man nur im automatischen Modus fotografieren kann. Blende, Belichtungszeit und ISO – also die Lichtempfindlichkeit – lassen sich nicht manuell einstellen. „Das schränkt die kreativen Möglichkeiten ein und kann dazu führen, dass sich iPhone-Bilder in Stil und Ästhetik sehr ähneln“, sagt Czerulla.
Die Prüfer bemängeln zudem, dass sich Akku und Speicher beim iPhone nicht tauschen lassen, wenn sie leer beziehungsweise voll sind. Als Lösung für diese Probleme bietet sich unter anderem an, Powerbanks zum Auftanken zu nutzen und Fotos auf mobilen Speichern am USB-C-Anschluss zu sichern.
