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Startseite»Nachrichten»„Wer wird Millionär?“: Mega-Absturz bei 500.000 Euro: Stallone knockt Jungunternehmer aus
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„Wer wird Millionär?“: Mega-Absturz bei 500.000 Euro: Stallone knockt Jungunternehmer aus

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerSeptember 14, 2026Keine Kommentare5 Minuten Lesezeit
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„Wer wird Millionär?“Mega-Absturz bei 500.000 Euro: Stallone knockt Jungunternehmer aus

14.09.2026, 23:15 Uhr

Von Nina Jerzy
49747
Plauderte auch seinen Hochzeitstag in der Show aus: Günther Jauch. (Foto: RTL / Guido Engels)

Gründer Michael Polit hat bei „Wer wird Millionär?“ einen irren Lauf. Er pokert hoch und wird immer wieder belohnt – bis zur 50:50-Chance auf 500.000 Euro. Doch Stallones Disco-Ära führt zum brutalen Absturz. Jauch ist trotzdem beeindruckt und feiert 20. Hochzeitstag im Studio.

Gründer Michael Polit hat bei „Wer wird Millionär?“ einen irren Lauf. Er pokert hoch und wird immer wieder belohnt – bis zur 50:50-Chance auf 500.000 Euro. Doch Stallones Disco-Ära führt zum brutalen Absturz. Jauch ist trotzdem beeindruckt und feiert 20. Hochzeitstag im Studio.

„Staying Alive“ ist jetzt für immer Michael Polits mehrdeutiger Kampfsong. So spektakulär wie den 27-Jährigen stoppte „Wer wird Millionär?“ (WWM) lange keinen Kandidaten mehr auf der Jagd nach dem Hauptgewinn. Der Jungunternehmer, der mit 22 Jahren eine Heizungssanitärfirma mitgegründet hat und nun bereits 20 Mitarbeiter führt, hatte am Montagabend bei der von Günther Jauch moderierten RTL-Show (auch auf RTL+ abrufbar) die Million fest im Blick. Seine Mischung aus Taktieren und Risikobereitschaft ging so gut auf, dass der Überhangkandidat bei der 500.000-Euro-Frage nur noch zwischen zwei möglichen Antworten wählen musste. Und trotzdem reichte es nicht.

„Dramatisch“, brachte Jauch den brutalen Absturz Polits auf 500 Euro auf den Punkt. Das stimmte umso mehr, als der 27-Jährige bereits dreimal zuvor leicht hätte rausfliegen können. Hier zeigte sich aber womöglich Polits Unternehmergeist. Er vertraute der Expertise seiner Joker und einmal auch dem eigenen Sachverstand, ohne hundertprozentige Sicherheit zu verlangen.

Kandidat begeistert Jauch

Zugleich tappte Polit nicht in die Falle, sich seine Joker für spätere Runden aufheben zu wollen und dadurch früh auszuscheiden. So war er nicht zu stolz, um bei der Frage für nur 4000 Euro das Studiopublikum um Hilfe zu fragen. Denn er hatte keine Ahnung, dass rote Unterwäsche in Italien an Silvester Glück bringen soll. Die Zuschauer halfen ihm hier mit einem Votum von 85 Prozent sicher weiter.

Die nächsten beiden Runden überstand der Kandidat aus eigener Kraft und setzte dann sein ganzes Vertrauen in den früheren WWM-Gewinner Jan Stroh. Der ließ sich zunächst allerdings Zeit, den Anruf entgegenzunehmen. „Tja, der muss nicht mehr ans Telefon gehen“, meinte Jauch. Dann meldete sich der Millionär von 2019 aber doch und wusste: Zur Anatomie des Menschen gehören nicht etwa Kegelarme, Quaderhände oder Kugelfüße, sondern zwei Würfelbeine (im Fuß).

Polit loggte die Antwort sofort ein und widerstand der Versuchung so vieler Kandidaten, eine Antwort durch einen weiteren Joker abzusichern. Dieselbe riskante Strategie verfolgte Polit bei der 125.000-Euro-Frage und setzte alles auf die Meinung seines Jokers. Jauch wollte wissen, welcher US-Musiker seine ersten Charterfolge in Europa gefeiert hat. Zur Auswahl standen Frank Sinatra, Elvis Presley, Jimi Hendrix und Johnny Cash. Polit selbst war ahnungslos.

Pokern mit Jimi Hendrix

Sein Zusatzjoker, ein Optiker aus Trier, war dafür umso sicherer: „Eigentlich kann es nur Jimi Hendrix sein.“ Er habe sogar auf der Fahrt zu „Wer wird Millionär?“ mit seiner Tochter darüber gesprochen, bei welcher Art von Frage er sich als Joker anbieten würde und Hendrix erwähnt. „Hört sich sehr qualifiziert und begründet an“, lobte Polit und loggte ein. Jauch machte es dann abermals spannend, aber verkündete erneut: Die Antwort ist richtig.

Und schon stand Polit vor der Frage für 500.000 Euro und hatte noch den wertvollen 50:50-Joker als Ass im Ärmel. Angesichts der Bekanntheit des Regisseurs und des Films hätte die Frage eigentlich trotz der hohen Gewinnsumme ein Kinderspiel sein sollen. Doch selbst viele Filmfans waren bestimmt ähnlich ratlos wie der Kandidat, als Jauch fragte: Bei welchem berühmten Tanzfilm hat Sylvester Stallone zwischen dem dritten und vierten „Rocky“-Film Regie geführt: „Footloose“, „Flashdance“, „Dirty Dancing“ oder „Staying Alive“?

Polit konnte nur „Dirty Dancing“ ausschließen. Leider eliminierte der 50:50-Joker diese Antwortmöglichkeit nicht. Übrig blieben „Footloose“ und „Staying Alive“. „Ne, das wäre wirklich munteres Rätselraten“, schien sich Polit selbst zum Ausstieg überreden zu wollen. Jauch warnte vor dem Absturz von sicheren 125.000 auf 500 Euro. Am Ende müsse Polit sich fragen: „Wie unglücklich machen Sie sich, wenn Sie runterdonnern?“ „Leck mich am Ärmel“, fuhr ein Ruck durch den 27-Jährigen und er loggte den Film mit Kevin Bacon ein.

„Egal, Wahnsinn, bewundere Sie in jedem Fall“, zollte Jauch Polits Mut zum „Superrisiko“ Respekt. Tatsächlich hatte Stallone aber bei dem Film mit John Travolta Regie geführt und auch das Drehbuch mitgeschrieben. „Das ist richtig schade. Aber Sie waren mutig“, tröstete Jauch den Kandidaten, der es mit Fassung trug.

„Geht trotzdem weiter“

„Mein Ziel war immer, bis zur Millionenfrage zu kommen“, erklärte Polit seine Risikobereitschaft: „Geht trotzdem weiter.“ Jauch schob allen potenziellen Selbstzweifeln einen Riegel vor: „Ich mache mir um Sie, um Ihr Leben und Ihre Karriere keine Sorge.“ Polit dürfte jetzt außerdem ganz oben auf der Liste von RTL für das nächste „Pechvogel“- oder „Zweite Chance“-Special stehen.

„Ich bin maximal eingeschüchtert“, sagte anschließend Jana Lippmann aus dem sächsischen Grimma. Die Krankenschwester ging bei „Wer wird Millionär?“ auf Nummer sicher. Sie stieg mit soliden 16.000 Euro aus und hofft nun nach zwei gemeinsamen Kindern weiterhin auf einen Heiratsantrag ihres Lebensgefährten. „Wir waren auch 20 Jahre unverheiratet“, tröstete Jauch. „Soll ich Ihnen sagen, wie solche Geschichten dann enden?“

Dann verriet der WWM-Moderator: Er feiert an diesem Tag im Studio seinen 20. Hochzeitstag. „Heute? Heute?!“, war nicht nur die Kandidatin bass erstaunt. „Liebe Grüße nach Hause!“, rief Jauch in die Kamera und beruhigte etwaige Eheberater: „Auf die ersten 20 Jahre kommt es ja gar nicht an.“ Blumen hat er zum 20. Hochzeitstag natürlich geschickt. Allerdings zeigte sich Lippmann von der Wahl des Straußes mit Löwenmäulchen anstatt Rosen wenig beeindruckt. „Hätte bei Ihnen nicht gereicht“, mutmaßte Jauch und lag richtig.

Durch Polits Jagd auf die Million kamen in dieser Ausgabe von „Wer wird Millionär?“ nur zwei der sechs Auswahlkandidaten auf Jauchs heißen Stuhl. Sabrina Erifopoulos aus Frankfurt am Main steigt nächsten Montag mit der 125.000-Euro-Frage ein, ihrem Mann sei Dank. Der hatte als Telefonjoker gewusst, was für Erwachsene meist in den Größen 10, 12, 14 und 16 oz angeboten wird: nicht Golfschläger, Skibrillen oder Surfbretter, sondern Boxhandschuhe.

Quelle: ntv.de

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