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Startseite»Nachrichten»„Wird nichts ändern“: Nierentest-Panne lässt Arzt im Maradona-Prozess kalt
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„Wird nichts ändern“: Nierentest-Panne lässt Arzt im Maradona-Prozess kalt

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 28, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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„Wird nichts ändern“

Nierentest-Panne lässt Arzt im Maradona-Prozess kalt

28.08.2026 | 06:36 Uhr

Im Gerichtsprozess um den Tod von Fußball-Superstar Diego Maradona bekommen die Gutachter Untersuchungsergebnisse von Diego Maradona – seinem gleichnamigen Vater. Das sorgt für mächtig Ärger, das Verfahren wird wieder aufgenommen. Doch eine Neubewertung wird es nicht geben.

Im Prozess um den Tod der argentinischen Fußball-Legende Diego Maradona sehen medizinische Sachverständige trotz mutmaßlich vertauschter Nierentests keinen Anlass, ihre bisherigen Einschätzungen zu seinem Gesundheitszustand zu ändern. „Das wird meine endgültige Diagnose nicht ändern“, sagte der Nierenfacharzt Hernán Trimarchi laut der Zeitung „Clarín“ bei einer Anhörung. Trimarchi gehört zu den medizinischen Sachverständigen, die bereits 2021 zu dem Schluss gekommen waren, dass es bei der Behandlung des früheren Weltmeisters möglicherweise zu schweren Fehlern gekommen war.

Das Gerichtsverfahren in San Isidro nördlich von Buenos Aires war in der vergangenen Woche unterbrochen worden. Grund war der Hinweis der Verteidigung, dass den Gutachtern offenbar Untersuchungen zugestellt worden waren, die nicht Maradona, sondern seinem Vater gehörten. Beide trugen den Namen Diego. Der Vater des Jahrhundertfußballers starb 2015, Maradona selbst am 25. November 2020 an einem Herzinfarkt.

Das Gericht ordnete daraufhin die Beschlagnahmung der tatsächlichen Krankenakte an. Die zuständige Krankenkasse räumte nach übereinstimmenden Berichten inzwischen ein, versehentlich falsche Daten an die gerichtlichen Gutachter übermittelt zu haben.

Chronische Nierenerkrankung

Bei der nun fortgesetzten Anhörung ging es deshalb um die Frage, ob der Fehler die Einschätzungen der Expertenkommission beeinflusst. Das Gutachten ist von zentraler Bedeutung für die Frage, ob die Angeklagten für medizinische Fehler im Zusammenhang mit Maradonas Tod verantwortlich gemacht werden können.

Trimarchi erklärte, Maradona habe an einer chronischen Nierenerkrankung gelitten. Daran änderten auch die nun bekannt gewordenen Untersuchungen seines Vaters mit darin enthaltenen Kreatininwerten nichts.

Bei dem Gerichtsverfahren müssen sich sieben Ärzte und Pfleger verantworten. Ihnen werden schwere Fehler bei der häuslichen Pflege des Fußballstars vorgeworfen. Die Angeklagten weisen die Vorwürfe zurück. Ein erster Prozess war im vorigen Jahr für nichtig erklärt worden, weil eine Richterin an einem nicht genehmigten Dokumentarfilm über den Prozess mitgewirkt hatte.

Verwendete Quellen: ntv.de, ara/dpa

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