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Startseite»Betrugsmaschen»Wohnungsbetrug erkennen: So schützt du dich vor falschen Angeboten
Betrugsmaschen

Wohnungsbetrug erkennen: So schützt du dich vor falschen Angeboten

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 21, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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💬Woran erkennt man einen Fake-Shop beim Online-Einkauf? Antworten finden Sie im Leitfaden Fake-Shops erkennen.

Die Anzeige wirkt wie ein Glücksfall: helle Wohnung, gute Lage, Miete deutlich unter dem, was sonst verlangt wird. Auf die Anfrage antwortet ein freundlicher Vermieter. Er sei beruflich im Ausland, schreibt er, deshalb sei keine Besichtigung möglich. Aber die Nachfrage sei riesig, und wer die Wohnung sichern wolle, überweise am besten gleich die Kaution, den Schlüssel schicke er dann per Post.

Der Schlüssel kommt nie. Die Wohnung gehört dem Absender nicht, oft existiert die Anzeige nur als Kopie eines echten Inserats mit gesenktem Preis und getauschten Kontaktdaten.

Wohnungsbetrug ist eine Masche, die dort am besten funktioniert, wo die Not am größten ist: in Städten mit knappem Wohnraum, zu Semesterbeginn, bei Menschen, die schnell etwas finden müssen. Genau diese Dringlichkeit ist das Werkzeug der Täter. Wer schon dreißig Absagen hinter sich hat, will die Traumwohnung nicht auch noch verlieren, und genau in diesem Zustand überweisen Menschen Kautionen für Wohnungen, die sie nie von innen gesehen haben. Verloren sind dann schnell mehrere Monatsmieten, Geld, das gerade Wohnungssuchende meist nicht doppelt haben.

Die Varianten wechseln, das Muster bleibt: Mal ist es die Kaution vorab, mal eine „Reservierungsgebühr“, mal soll über einen angeblichen Treuhanddienst gezahlt werden, dessen seriös aussehende Seite ebenfalls den Tätern gehört. Immer aber gibt es einen Grund, warum keine Besichtigung möglich ist, und immer Zeitdruck, weil angeblich viele Interessenten warten.

Deshalb genügt eine einzige Regel, um praktisch jeden Wohnungsbetrug zu stoppen: Kein Geld vor der Besichtigung. Keine Kaution, keine Gebühr, keine Anzahlung, für keine Wohnung, die du nicht von innen gesehen hast und für die kein Vertrag mit einer echten, überprüfbaren Person vorliegt. Dazu die schnellen Prüfschritte: Suche die Fotos der Anzeige rückwärts, oft tauchen sie in anderen Inseraten mit anderen Namen auf. Misstraue Preisen deutlich unter dem Üblichen, sie sind der Köder. Und lass dich nie auf Zahlungswege ein, die keinen Käuferschutz kennen.

Wir dokumentieren diese Maschen (z.B. HIER oder HIER), damit die Warnung vor der Überweisung ankommt. Ein Euro unterstützt diese Arbeit: mimikama.org/1eurodemokratie

Mimikama-Club - Communitybereich fuer Steady-Unterstuetzer:innen

Eine Lüge braucht Sekunden. Die Wahrheit braucht dich.

Hilde O in einer lebhaften Diskussion über Online-Sicherheit.

Hilde Ollig

Hilde Ollig ist Rechercheurin bei Mimikama, Österreichs
führender Faktencheck-Organisation. Sie ist spezialisiert
auf die Überprüfung von Behauptungen in sozialen Medien
und unterstützt das Redaktionsteam mit akribischer
Quellenarbeit bei der Aufklärung über Internetmissbrauch.

Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein.
(Mehr zur Arbeitsweise)

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