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Startseite»Nachrichten»„Yallah Intifada“-Aufrufe: Berliner Linke erstattet Anzeige wegen antisemitischer Aufkleber
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„Yallah Intifada“-Aufrufe: Berliner Linke erstattet Anzeige wegen antisemitischer Aufkleber

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerSeptember 16, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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„Yallah Intifada“-AufrufeBerliner Linke erstattet Anzeige wegen antisemitischer Aufkleber

Elif Eralp hat gute Chancen, mit der Linkspartei stärkste Kraft zu werden. (Foto: picture alliance / Ipon)

Die Berliner Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp spricht sich im Wahlkampf gegen Antisemitismus aus. Doch Teile ihrer Partei sorgen wiederholt für Negativschlagzeilen. Nun tauchen fragwürdige Sticker auf, dabei handelt es sich aber um Fälschungen.

Der Landesverband der Berliner Linke geht gegen Sticker vor, die Spitzenkandidatin Elif Eralp als Unterstützerin der Intifada erscheinen lassen. Dabei handele es sich um Fälschungen, sagte Linke-Landesgeschäftsführer Björn Tielebein. Auf den Stickern ist über einem Bild von Eralp der Slogan „Yallah Intifada! Mit Elif Eralp: Intifada ins Abgeordnetenhaus wählen!“ zu lesen. Die Linke habe über die Internetwache der Berliner Polizei Anzeige wegen Betrugs erstattet, sagte Tielebein.

Solche Sticker seien in Berlin an mehreren Stellen aufgetaucht und außerdem über Social-Media-Kanäle verbreitet worden. Wer dahinterstecke, wisse die Partei nicht. „Zumindest kein Freund der Linken“, sagte der Landesgeschäftsführer.

Intifada bezeichnet Aufstände von Palästinensern gegen die israelische Besatzung Ende der 1980er und Anfang der 2000er-Jahre mit zahlreichen Angriffen und Selbstmordanschlägen und vielen Toten auf beiden Seiten.

Auftritt eines Rappers sorgte für Skandal

Das Verhältnis der Berliner Linken oder zumindest von Teilen der Partei zum Nahostkonflikt und zum Antisemitismus ist im Wahlkampf regelmäßig ein Thema gewesen.

Erst vor Kurzem hatte der Auftritt eines Rappers mit Gewaltaufrufen bei einer Wahlkampfveranstaltung des Neuköllner Linke-Bezirksverbands für Diskussionen gesorgt. Er soll dabei ein Lied gegen den Krieg Israels in Gaza mit Zeilen wie „Yalla Yalla Intifada Westbank, Palästina, Gaza“ sowie „Death to the IDF“ (Tod der israelischen Armee) gesungen haben.

Eralp hatte sich davon distanziert: „Der Bezirksverband Neukölln hat den Sänger eingeladen, ich erwarte, dass dort aufgeklärt wird, wie es zu so einer Grenzüberschreitung kommen konnte und dass es Konsequenzen gibt.“ Sie betonte: „Ich stehe klar für den Schutz von jüdischen Leben und gegen jede Form von Antisemitismus.“

Quelle: ntv.de, rog/dpa

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