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Zehn Tote nach Raketenbeschuss: Tödliche Waffenschau bei Kiew – Organisator festgenommen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 25, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Zehn Tote nach RaketenbeschussTödliche Waffenschau bei Kiew – Organisator festgenommen

Der Veranstaltungsort ist in weiten Teilen nur noch ein Trümmerfeld. (Foto: State Emergency Service of Ukraine / Telegram)

Bei einer Vorführung von Waffensystemen nahe Kiew sterben zehn Menschen durch russischen Beschuss. Nun wird der Veranstalter verhaftet. Hunderte Gäste sollen einem „offensichtlichen Sicherheitsrisiko“ ausgesetzt worden sein, so die Behörden.

Nach dem tödlichen russischen Angriff auf eine Veranstaltung mit einer geplanten Waffenausstellung im Kiewer Umland ist in der Ukraine nach Behördenangaben der Hauptorganisator festgenommen worden. Ihm sei mitgeteilt worden, dass er der Fahrlässigkeit im Amt, die zum Tod von Menschen geführt habe, verdächtigt werde, erklärte der ukrainische Generalstaatsanwalt Ruslan Krawtschenko bei Telegram. Hinter dem Angriff stecke Russland, sagte Krawtschenko. Es würden aber Umstände geprüft, die das Ausmaß der Tragödie vergrößert haben könnten.

Am Freitagmittag waren bei einem russischen Raketenangriff westlich von Kiew 10 Menschen getötet und etwa 100 verletzt worden. Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen eine russische Invasion.

Krawtschenko verwies auf Angaben der Ermittler, wonach einer der Waffenverbände ohne Abstimmungen mit den zuständigen Behörden die große Veranstaltung organisiert hatte. Daran nahmen demnach Militärangehörige, Vertreter staatlicher Stellen, internationale Partner und Wirtschaftsvertreter teil. Auf dem Programm stand den Angaben nach auch eine Vorführung von Flugabwehrsystemen.

Schutzraum zu klein und zu weit entfernt

Mehr als 300 Menschen seien zu der Veranstaltung im Freien eingeladen worden, so Krawtschenko. Der nächstgelegene Schutzraum sei etwa 100 Meter entfernt und nur 34 Quadratmeter groß gewesen. Das bedeute, dass Hunderte Menschen von Anfang an einem „offensichtlichen Sicherheitsrisiko“ ausgesetzt gewesen seien, teilte Krawtschenko mit. Neun Tage vor dem Ereignis seien Einladungen verschickt worden – der genaue Ort sei einen Tag vorher mitgeteilt worden. Es werde geprüft, ob das dazu beigetragen haben könnte, dass Russland einen gezielten Angriff vorbereiten konnte.

Seit Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar 2022 sind ukrainische Verantwortliche wiederholt in die Kritik geraten, weil sie militärische Veranstaltungen wie etwa Medaillenverleihungen ohne ausreichende Sicherheitsvorkehrungen organisiert hatten und diese Veranstaltungen dann Ziel russischer Angriffe wurden.

Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als vier Jahren gegen einen russischen Angriffskrieg. Bemühungen um einen Frieden sind immer wieder gescheitert. Ein weiterer Termin steht bald an: US-Präsident Donald Trump und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj beraten am 28. Juli in Washington. Das Treffen finde im Weißen Haus statt, teilte das US-Präsidialamt mit.

Quelle: ntv.de, hny/dpa

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