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Zu wenig, zu alt, zu früh: Fünf Fehler beim Sonnenschutz – und wie man sie vermeidet

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 24, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Zu wenig, zu alt, zu frühFünf Fehler beim Sonnenschutz – und wie man sie vermeidet

LSF 50 ist kein Zauberumhang: Wer zu wenig aufträgt oder nach dem Baden nicht nachcremt, erreicht den Schutz oft nicht, warnt das CRM. (Foto: picture alliance / dpa-tmn)

LSF 50 klingt sicher. Doch falsch aufgetragen, schützt selbst der höchste Schutzfaktor kaum. Warum Esslöffel als Richtwert helfen und was für guten Sonnenschutz noch wichtig ist.

Ab in die Sonne! Für viele ist das ein zentrales Kriterium für den Sommerurlaub. Viele Urlauber schützen sich aber falsch, warnt das Centrum für Reisemedizin (CRM). 5 gängige Fehler, die Sie vermeiden sollten:

1. Zu wenig Sonnencreme benutzen

Sie greifen zur Tube mit Lichtschutzfaktor (LSF) 50 und denken, damit ist alles geregelt? Falsch. In der Praxis werde der angegebene LSF oft nicht erreicht. „LSF 50 nützt wenig, wenn Sonnencreme zu sparsam aufgetragen oder nach dem Baden nicht erneuert wird“, erklärt Prof. Tomas Jelinek, wissenschaftlicher Leiter des CRM.

Aber wie viel Sonnencreme braucht ein Erwachsener? Nach Angaben des CRM sollten es etwa 30 bis 40 Gramm pro Anwendung sein, das entspricht 3 bis 4 gefüllten Esslöffeln. Außerdem muss das Sonnenschutzmittel erst seine volle Wirkung entfalten und sollte deshalb 30 Minuten vor dem Aufenthalt in der Sonne aufgetragen werden.

2. Label „wasserfest“ überschätzen

Neben dem Lichtschutzfaktor sollten sich Urlauberinnen und Urlauber auch nicht blind auf das Label „wasserfest“ verlassen. Wie Tomas Jelinek erklärt, bedeutet die Bezeichnung auf einem Sonnenschutzprodukt, dass „nach zwei Wasseraufenthalten von jeweils 20 Minuten noch mindestens die Hälfte des ursprünglichen Lichtschutzfaktors erhalten bleibt“.

Bei „extra wasserfest“ gelte das nach vier Aufenthalten von jeweils 20 Minuten. Daher gilt: Regelmäßig nachcremen, um die Schutzzeit der Sonnencreme auch beim Baden zu erhalten.

3. Auf alte Sonnencreme verlassen

Die angebrochene XXL-Packung aus dem vergangenen Sommer reicht noch locker für den anstehenden Urlaub? Auch hier sollten sich Reisende nicht auf die angegebene Schutzwirkung verlassen: Hitze, direkte Sonneneinstrahlung und lange Lagerung können UV-Filter laut dem CRM verändern und die Schutzwirkung beeinträchtigen. Nach Ablauf der Haltbarkeit sollten geöffnete Produkte deshalb nicht weiterverwendet werden.

4. Mückenschutz zu früh auftragen

Im Urlaub sind neben Sonne auch Mücken oft nicht weit – insbesondere in tropischen Reisezielen. Hier gilt es, auf die richtige Anwendung zu achten. Bevor man den Mückenschutz aufträgt, sollte der Sonnenschutz 15 bis 20 Minuten einziehen. Typische Inhaltsstoffe der Insektenabwehrmittel (etwa DEET oder Icaridin) können sonst die Schutzwirkung der Sonnencreme beeinträchtigen.

5. Sonne unterschätzen

Wolken, Wind – heute ist die Sonne doch gar nicht so stark? Viele Reisende unterschätzen die UV-Belastung bei solchen Wetterbedingungen, besonders am Meer oder in den Bergen. Am besten schaut man deshalb nicht nur in den Himmel, sondern prüft den UV-Index, zum Beispiel über lokale Wetter-Apps. Schutzmaßnahmen werden schon ab einem UV-Index von 3 empfohlen.

Knallt die Sonne vom Himmel, reicht wiederum nur Sonnencreme oft nicht aus: Bei intensiver Sonneneinstrahlung werden zusätzlich zu Sonnenschutz mit LSF 50 dicht gewebte Kleidung, eine Sonnenbrille und eine Kopfbedeckung empfohlen. Intensive Mittagssonne sollten Reisende meiden.

Quelle: ntv.de, awi/dpa

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