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Startseite»Nachrichten»Zulieferer schlägt Alarm: Bosch-Betriebsrat will mit Taskforce Zukunft der Autoindustrie sichern
Nachrichten

Zulieferer schlägt Alarm: Bosch-Betriebsrat will mit Taskforce Zukunft der Autoindustrie sichern

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 5, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Zulieferer schlägt AlarmBosch-Betriebsrat will mit Taskforce Zukunft der Autoindustrie sichern

Die Krise der Autoindustrie trifft zunehmend auch die Beschäftigten. (Foto: IMAGO/Sven Simon)

Mercedes-Benz kündigt ein drastisches Sparprogramm an, Volkswagen plant einen Konzernumbau. Die deutsche Autobranche ist angeschlagen. Einer der Zulieferer will alle Beteiligten an einen Tisch bringen.

Angesichts der sich zuspitzenden Krise in der deutschen Autoindustrie fordert der Betriebsrat des Autozulieferers Bosch einen runden Tisch von Arbeitgebern, Gewerkschaften und Politik. „Wir können nicht so weitermachen wie bisher“, sagte Frank Sell, Gesamtbetriebsratsvorsitzender von Bosch Mobility, dem „Spiegel“.

Nötig sei eine Taskforce mit Vertretern der Arbeitgeber aus Automobil- und Zulieferindustrie, der Arbeitnehmer, Gewerkschaften und der Politik, „die erst auseinandergeht, wenn sie Lösungen erarbeitet hat, die die Zukunft der Branche in Deutschland sichern“.

Hintergrund sind wachsende Konflikte um Arbeitszeit und Sparprogramme in der Branche. Am vergangenen Freitag hatten bundesweit Zehntausende Beschäftigte des Autobauers Mercedes-Benz gegen eine geplante Verschärfung des Sparkurses des Unternehmens protestiert.

Der Protest bei Mercedes-Benz sollte der Auftakt für weitere bundesweite Aktionen sein. So ist unter anderem am 9. Juli in der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart ein Autokorso von Beschäftigten der Autoindustrie geplant. Weitere Beschäftigtenaktionen sollen laut IG Metall beim Volkswagen-Konzern folgen.

Mercedes-Benz hat ein Sparprogramm angekündigt, das Unternehmen erwägt längere Arbeitszeiten bei gleichem Lohn zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Werke. Der Premiumautobauer hatte Ende April seine Bilanz für das erste Quartal vorgelegt – der Gewinn sank um 17 Prozent im Vorjahresvergleich auf 1,43 Milliarden Euro. Mercedes machte vor allem ein schwieriges China-Geschäft verantwortlich.

Europas größter Autobauer Volkswagen plant derweil einen radikalen Konzernumbau, der laut einem Medienbericht mit einem noch stärkeren Stellenabbau als bisher und Werkschließungen in Deutschland einhergehen soll. Das „Manager Magazin“ berichtete Ende Juni von global bis zu 100.000 geplanten Stellenstreichungen. Zudem sollen demnach vier Werke in Deutschland dichtgemacht werden.

Quelle: ntv.de, mba/AFP/dpa

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