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Startseite»Nachrichten»17 Jahre krankgeschrieben:  Lehrerin kämpft gegen Zwangspensionierung
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17 Jahre krankgeschrieben:  Lehrerin kämpft gegen Zwangspensionierung

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 21, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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17 Jahre krankgeschrieben Lehrerin kämpft gegen Zwangspensionierung

Inzwischen wurde die Frau nach Angaben des Gerichtssprechers amtsärztlich untersucht, Ende Mai ordnete die Bezirksregierung ihre Versetzung in den Ruhestand an. (Foto: picture alliance / Peter Schickert)

Ein ungewöhnlicher Rechtsstreit beschäftigt das Verwaltungsgericht Düsseldorf: Eine Lehrerin, die seit 2009 nicht mehr unterrichtet hat, wehrt sich gegen ihre Zwangspensionierung. Parallel laufen Ermittlungen wegen des Verdachts auf Betrug.

Eine seit fast 17 Jahren krankgeschriebene Lehrerin will nicht in den Ruhestand gehen. Die Beamtin hat beim Verwaltungsgericht Düsseldorf nach Angaben eines Sprechers Klage gegen die Bezirksregierung Düsseldorf eingereicht. Damit wehre sie sich gegen eine Anordnung der Bezirksregierung, die Frau in den Ruhestand zu versetzen.

Der Fall der Lehrerin aus dem Ruhrgebiet, die an einem Berufskolleg in Wesel tätig war, hatte im vergangenen Jahr Schlagzeilen gemacht und auch die Landespolitik beschäftigt. Die Pädagogin hatte seit 2009 nicht mehr unterrichtet. Immer wieder ließ sie sich krankschreiben, ohne dass das Land eingriff und eine amtsärztliche Untersuchung einforderte. Gegen die Lehrerin und einen Mitarbeiter der zuständigen Bezirksregierung Düsseldorf wurden deshalb Disziplinarverfahren eingeleitet. 

Inzwischen wurde die Frau nach Angaben des Gerichtssprechers amtsärztlich untersucht, Ende Mai ordnete die Bezirksregierung ihre Versetzung in den Ruhestand an. Am 29. Juni sei die Klage der Lehrerin beim Verwaltungsgericht eingegangen. Nun müsse die Bezirksregierung dazu Stellung nehmen und ihre Akten vorlegen. Wann mit einer Entscheidung des Gerichts zu rechnen ist, sei noch nicht absehbar. Bis dahin erhält die Beamtin laut „Spiegel“ weiter ihre vollen Bezüge.

Überdies ermittelt die Staatsanwaltschaft Duisburg gegen die Lehrerin wegen Betrugs. Im März hatten Ermittler ihre Wohnung durchsucht. Nach damaligen Angaben bestehe der Verdacht, dass sie ihre Dienstunfähigkeit vorgetäuscht und während ihrer Krankschreibung als Heilpraktikerin gearbeitet habe.

Quelle: ntv.de, jki/dpa

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