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Startseite»Nachrichten»230.000 Euro Schulden: „Volle Kanne“-Moderatorin beichtet Insolvenz
Nachrichten

230.000 Euro Schulden: „Volle Kanne“-Moderatorin beichtet Insolvenz

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerSeptember 16, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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230.000 Euro Schulden„Volle Kanne“-Moderatorin beichtet Insolvenz

Lädt bei „Volle Kanne“ gern zum Frühstück ein: Andrea Ballschuh. (Foto: picture alliance / SvenSimon)

Das TV-Publikum kennt sie vor allem als langjährige Moderatorin des ZDF-Magazins „Volle Kanne“. Doch auch sonst hat Andrea Ballschuh zahlreiche Jobs im Fernsehen, beim Radio und bei Veranstaltungen. Trotzdem muss sie Insolvenz anmelden.

Das ZDF-Magazin „Volle Kanne“ gehört zu den Dauerbrennern im deutschen Fernsehen – bereits seit über 25 Jahren flimmert es über die Bildschirme. Viele Jahre gehört Andrea Ballschuh zu den Hauptmoderatoren der Sendung. Seit 2022 ist sie immerhin noch Teil des Vertretungsteams bei dem Format.

Daneben hat die 1972 in Dresden geborene Ballschuh noch unzählige weitere Jobs beim Radio oder Fernsehen in ihrer Vita. Auch für die Präsentation von Veranstaltungen wie dem Medienpreis Goldene Henne oder dem Deutschen Schmuck- und Edelsteinpreis wird sie gern gebucht. Von ihren Schauspieleinsätzen in Serien wie „Die Rosenheim-Cops“ oder „Notruf Hafenkante“ und ihrer Tätigkeit als Buchautorin mal ganz zu schweigen.

Trotz alledem habe sie im Februar 2026 Privatinsolvenz anmelden müssen, gesteht die Moderatorin jetzt in einem Gespräch mit dem Magazin „Bunte“. Der Grund: Sie hatte Schulden in Höhe von 230.000 Euro angehäuft, die sie nicht mehr abtragen konnte.

Noch 1500 Euro im Monat

Wie es dazu kommen konnte, erläutert Ballschuh in dem Interview so: 2019 habe sie sich als Videocoach selbstständig gemacht. Damit sei sie auch erst einmal erfolgreich gewesen, doch dann habe sie drei Jahre darauf ein großes Videostudio eröffnet. „Das war ein Fehler“, stellt sie aus heutiger Sicht fest.

So hätten sich ihre damalige Geschäftspartnerin und sie nur wenige Tage vor der Eröffnung des Studios derart überworfen, dass es zur Trennung gekommen sei. Danach habe sie zwar „gefühlt Tag und Nacht gearbeitet“, so Ballschuh. Doch letztlich habe sie feststellen müssen: „Das reicht nicht.“

Am Ende blieb ihr nur die Insolvenz. Von ihrem Verdienst dürfe sie seither nur noch 1500 Euro im Monat behalten. „Meine Miete betrug aber schon 1600 Euro. Deswegen musste ich meine Wohnung aufgeben und bin zu meinem Freund gezogen“, offenbart Ballschuh. Auch ihre private Krankenversicherung habe sie sich nicht mehr leisten können. Insgesamt sei ihre Insolvenz auf drei Jahre angelegt.

Angst vor dem Imageverlust

Die Moderatorin räumt ein, „unfassbare Angst vor dem Imageverlust“ durch ihren finanziellen Schiffbruch gehabt zu haben. Zuvor habe sie „nur die Horrorgeschichten“ von anderen Betroffenen gekannt, „deren Leben kaputt war“. Und die potenziellen Reaktionen auf ihr Pleite-Geständnis habe sie sich auch schon ausgemalt: „Wenn dann jemand wie ich insolvent wird, denken sie: Ist die spielsüchtig? Nimmt die Drogen? Oder hat sie sich verzockt, weil sie den Hals nicht voll bekommen konnte?“

Jetzt habe sie sich aber dazu entschlossen, ihre Situation publik zu machen, um damit auch anderen finanziell Geschädigten Mut zu machen: „Sie sollen wissen, dass in so einer Situation auch Chancen für einen Neuanfang stecken. Vielleicht hält es andere davon ab, sich kaputtzumachen oder sich gar umzubringen. Dass sie nicht als Versager oder Nieten abgestempelt werden.“

Sie selbst habe durch ihre Schwierigkeiten zu Gott gefunden, plaudert Ballschuh überdies aus: „Ich habe mich in Gottes Arme fallen lassen – und der Glaube hat mich durch diese Zeit getragen.“ 

Quelle: ntv.de, vpr

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