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Startseite»Nachrichten»6,3 Milliarden Dollar weg: Rekord-Hack bei Binance alarmiert Kryptobranche
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6,3 Milliarden Dollar weg: Rekord-Hack bei Binance alarmiert Kryptobranche

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerOktober 31, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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6,3 Milliarden Dollar wegRekord-Hack bei Binance alarmiert Kryptobranche

Der Angriff ging vermutlich von einem kompromittierten Laptop eines Software-Ingenieurs aus. (Foto: REUTERS)

6,3 Milliarden Dollar erbeutet, Auszahlungen gestoppt: Ein gigantischer Hack bei Binance erschüttert die Kryptowelt. Konkurrenten verschärfen ihre Sicherheitsvorkehrungen. Der Angriff legt offen, wie verwundbar die Branche ist – und setzt sie unter Handlungsdruck.

Ein Rekord-Hack bei der Kryptobörse Binance von 6,3 Milliarden Dollar alarmiert die Branche. Konkurrenten wie Coinbase und Kraken ergreifen umgehend Maßnahmen zur Stärkung ihrer Sicherheitssysteme und drängen auf einen besseren Informationsaustausch.

Coinbase teilte mit, seine Systeme, die Kryptowährungsschlüssel offline speichern, „aus reiner Vorsicht“ angepasst zu haben. Kraken erklärte, man beobachte Vorfälle in der Branche, um die eigenen Sicherheitsmaßnahmen zu verbessern.

Branchenvertretern zufolge muss die Branche dringend handeln, da die Regierung von US-Präsident Donald Trump eine tiefere Integration digitaler Vermögenswerte in das Finanzsystem fördere. Damit stehe für die Branche mehr auf dem Spiel, die in der Vergangenheit immer wieder von großen Hackerangriffen heimgesucht wurde. „Damit Kryptowährungen ihr volles Potenzial entfalten können, muss die Sicherheit sofort verbessert werden“, sagte Chris Perkins, Krypto-Chef bei Franklin Templeton.

Verluste sollen ersetzt werden

Binance, die weltgrößte Kryptobörse, stoppte nach dem Angriff am Donnerstag die Auszahlungen und kündigte an, die Verluste aus eigenen Mitteln zu decken. Der Co-Chef von Binance, Richard Teng, erklärte auf der Plattform X, der „komplexe Angriff“ habe möglicherweise mit dem kompromittierten Laptop eines Software-Ingenieurs begonnen.

US-Blockchain-Analysefirmen machen Nordkorea für den Angriff verantwortlich. Sicherheitsexperten zufolge könnte dabei „Social Engineering“ angewendet worden sein, bei dem Opfer dazu verleitet werden, sensible Informationen preiszugeben.

Als Reaktion auf den Diebstahl froren die Stablecoin-Anbieter Tether und Circle Vermögenswerte im Wert von fast 1,57 Milliarden beziehungsweise 800 Millionen Dollar ein. Den Analysten von Chainalysis zufolge nutzen die Hacker jedoch neue, hochentwickelte Methoden zur Geldwäsche. Führende Branchenvertreter forderten daraufhin, ein koordiniertes Warnsystem zu entwickeln. „Wir brauchen ein Echtzeit-Warnsystem, das es den Akteuren ermöglicht, bei einem Hack sofort Informationen auszutauschen und verdächtige gestohlene Gelder vorübergehend einzufrieren“, forderte Star Xu, Chef der Kryptobörse OKX. Der Vorfall könne nun als „Katalysator“ für Verbesserungen in der Branche dienen, teilte das Krypto-Unternehmen GSR mit. 

Quelle: ntv.de, sba/rts

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