Der US-Bundesstaat Florida hat die Todesstrafe an einem der ältesten Gefangenen in der Geschichte des Bundesstaates verhängt. Ein 74-Jähriger, der wegen Mordes bereits seit 40 Jahren im Gefängnis saß, starb durch die Giftspritze.
In Florida ist ein 74-jähriger verurteilter Mörder hingerichtet worden. Nach einer Dreifach-Injektion war er im Florida State Prison in der Nähe von Starke um 18:16 Uhr für tot erklärt worden. Der Mann war wegen Mordes an Patricia Gifford am 1. Januar 1982 verurteilt worden, nur wenige Stunden nachdem er die 18-jährige Frau auf einer Silvesterparty kennengelernt hatte.
Der Fall löste in den USA eine Debatte aus, ob es human sei, die Todesstrafe an älteren Menschen zu vollstrecken. Die Häftlinge in den Todestrakten der USA werden älter. So soll ein weiterer Gefängnisinsasse in Florida noch im Juli hingerichtet werden. Er war wegen des Mordes an den Eltern seiner Ex-Freundin im Jahr 1986 verurteilt worden und ist inzwischen 80 Jahre alt.
Zehnte Hinrichtung in Florida
Wenn er wie geplant hingerichtet wird, wäre er der zweitälteste Gefangene, der in der gesamten modernen US-Geschichte hingerichtet wurde – nach dem 83-jährigen Walter Moody Jr., der 2018 in Alabama getötet wurde.
In Florida hat etwa die Hälfte der 242 Häftlinge im Todestrakt ihre Berufungsmöglichkeiten voll ausgeschöpft und muss damit rechnen, dass jederzeit die Anordnung zu ihrer Hinrichtung erteilt wird. Im vergangenen Jahr wurde in dem Bundesstaat mit 19 Hinrichtungen in einem Jahr ein Höchstwert erreicht.
