Menü schließen
Verbraucherrat
  • Startseite
  • Über Uns
  • Kontakt
  • Aktuelle Warnungen
  • Nachrichten
  • Ratgeber
  • Betrugsmaschen
  • Beratung
  • Bildung
  • Politik
Facebook X (Twitter) Instagram
Facebook X (Twitter) Instagram
Verbraucherrat
  • Startseite
  • Über Uns
  • Kontakt
  • Startseite
  • Über Uns
  • Kontakt
  • Aktuelle Warnungen

    „Abschaffung der telefonischen Krankschreibung ist ein klarer Rückschritt“

    Juli 7, 2026

    Flug nicht angetreten, Geld komplett weg?

    Juli 7, 2026

    Trotz Filter: Doctolib zeigt Kassenpatient:innen kostenpflichtige Termine an

    Juli 2, 2026

    Hohe Spritpreise nach Tankrabatt-Ende: „Das ist Abzocke“

    Juli 1, 2026

    Hohe Spritpreise: „Das ist Abzocke“

    Juli 1, 2026
  • Nachrichten

    Viele Fans, wenig Fußball: Warum spielen Indien und Co. bei der WM eigentlich keine Rolle?

    Juli 15, 2026

    Iranische Drohungen verfangen: Trump agiert wie von Angst getrieben

    Juli 15, 2026

    Aufhebung von Sperre: Balogun beklagt „viel mehr Druck“ durch Trumps Skandal-Eingriff

    Juli 15, 2026

    Im Jahr 2025 pro Kopf 222 Euro: Bund investiert zuletzt mehr Geld ins marode Schienennetz

    Juli 15, 2026

    Bremser statt Treiber: Kane-Flüsterer? Thomas Tuchel verwundert den FC Bayern

    Juli 15, 2026
  • Ratgeber
  • Betrugsmaschen

    KI-Bilder: Angeblicher Streit zwischen Moschee und Kneipe

    Juli 14, 2026

    Gefälschte Nachrichtenseiten erkennen: So schützt du dein Vertrauen

    Juli 14, 2026

    EU-Beschluss zur Chatkontrolle: Öffnen von Briefen falsch dargestellt!

    Juli 14, 2026

    KI-Video zeigt keine bewaffneten Roboter in China

    Juli 14, 2026

    Betrug am Telefon: So erkennst du die Lügen deiner Kinder

    Juli 14, 2026
  • Beratung
  • Bildung

    Was bedeutet Neutralität in der Schule – und was nicht? | Bildung

    Juli 14, 2026

    Wodurch fühlen sich Jugendliche in ihrem Alltag besonders belastet? | Bildung

    Juli 3, 2026

    Kontra: Social Media und Jugendliche – warum ein Verbot zu kurz greift | Bildung

    Juni 17, 2026

    Pro: Warum wir ein Social Media Verbot für Kinder brauchen | Bildung

    Juni 17, 2026

    Social Media bis 16 Jahre verbieten? So sehen das Erwachsene | Bildung

    Juni 11, 2026
  • Politik

    Produktion in der größten Diamantenmine Südafrikas wird gestoppt

    Juli 15, 2026

    Abstimmung in Abgeordnetenkammer: Schlappe für Italiens Ministerpräsidentin Meloni

    Juli 15, 2026

    „Offline Clubs“: Wenn Menschen bezahlen, um gemeinsam das Handy auszuschalten

    Juli 15, 2026

    74-jähriger Mann in Florida hingerichtet – nach 40 Jahren Haft

    Juli 15, 2026

    Abstimmung in Nationalversammlung: Frankreich will Sterbehilfe ermöglichen

    Juli 15, 2026
Verbraucherrat
Startseite»Politik»„Offline Clubs“: Wenn Menschen bezahlen, um gemeinsam das Handy auszuschalten
Politik

„Offline Clubs“: Wenn Menschen bezahlen, um gemeinsam das Handy auszuschalten

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 15, 2026Keine Kommentare5 Minuten Lesezeit
Facebook Twitter Pinterest LinkedIn Tumblr E-Mail
Teilen
Facebook Twitter LinkedIn Pinterest E-Mail

Stand: 15.07.2026 • 04:45 Uhr

Brettspiele, Bücher, Wanderungen: In einem „Offline Club“ ist eigentlich alles erlaubt. Nur kein Smartphone. Auf der Suche nach einer echten Verbindung verzichten die Teilnehmer ein paar Stunden aufs Handy – und zahlen dafür.

Ein Hochsommertag im Juli, rund 200 Leute haben Picknick-Decken und Bücher eingepackt. Es ist Wochenende, sie haben Zeit. Obwohl sie sich nicht kennen, wollen sie gemeinsam lesen – beim Kölner „Reading Rave“. Ein Besucher hat ein Reclam-Heft über die Theorie der Autorschaft eingepackt, bei einem anderen geht es um die Philosophie des Tee-Trinkens. Jeder liest, was er will, aber jeder ohne Smartphone.

„Wir sind eine Bewegung“, sagt Scintilla Benevolo. Sie hat den einstündigen Lese-Rave organisiert. „Unsere Mission ist es, die Leute wieder mit sich selbst und mit anderen zu connecten“.

Dafür hat Benevolo den Kölner „Offline Club“ gegründet. Das Konzept stammt aus Amsterdam. Vor fünf Jahren haben drei Niederländer dort ein Franchise gegründet. Inzwischen hat „The Offline Club“ Ableger in ganz Europa. Das Programm umfasst Ausflüge in die Natur, gemeinsame Brettspiel-Nachmittage, mehrtägige Digital-Detox-Retreats oder einen smartphonefreien Feierabenddrink auf der Roof-Top-Terrasse.

Mitglieder zahlen fürs „zusammen alleine sein“

Ein Besucher des Kölner „Reading Raves“ begründet den Reiz solcher analogen Veranstaltungen damit, „zusammen alleine zu sein“. Um echte Verbindung soll es gehen, nicht um digitale. Deswegen ist der bewusste Verzicht aufs Smartphone so entscheidend.

Nicht alle „Offline Clubs“ sind professionell organisiert. Im Grunde genommen könnte sich jedes Seniorinnen-Kränzchen so nennen – vorausgesetzt, das Handy bleibt in der Tasche.

Im Unterschied zu privaten Treffen kosten die Veranstaltungen des niederländischen Franchise-Partners aber oft Geld. In Amsterdam gibt es sogar Mitgliedschaften. Der Monatsbeitrag liegt bei rund 25 Euro. Ganz schön viel Geld dafür, dass Offline-Sein eigentlich umsonst zu haben ist. Wer Mitglied wird, zahlt also eher für den Zugang zu einer Gruppe von Gleichgesinnten. Die Veranstaltung in Köln läuft auf Spendenbasis.

Mit ironischen Sprüchen wird für den „Offline Club“ geworben – zielgruppengerecht auf Englisch.

„Digital Detox“ – (noch) kein Massenphänomen

„Ich wünschte, ich hätte mehr Zeit mit Scrolling verbracht“, steht sarkastisch auf einem der Werbezettel des „Offline Clubs“ – natürlich auf Englisch. Die Zielgruppe der Clubs ist jung, urban und mehrsprachig.

Sie sprechen eine Generation an, die durchschnittlich zusammengerechnet über drei Tage die Woche im Internet verbringt – so das Ergebnis der repräsentativen Postbank-Digitalstudie von 2025. Im Alltag der Gen Z gibt das Smartphone den Takt an. Doch genau darauf haben viele keine Lust mehr. Weniger Zeit auf Social Media – das ist laut einer Umfrage des Branchenverbands Bitkom zu einem der beliebtesten Neujahrsvorsätze vieler Mittzwanziger geworden.

Dass es nicht bei bloßen Vorsätzen bleibt, weiß der Kommunikationswissenschaftler Julius Klingelhoefer von der Uni Erlangen-Nürnberg. „Wir sehen, dass viele Menschen Strategien der ‚Digital Disconnection‘ im Alltag nutzen.“ Von „Digital Disconnection“ spricht der Kommunikationswissenschaftler, wenn Menschen ihre Bildschirmzeit bewusst regulieren, aber anders als beim „Digital Detox“ nicht komplett auf das Smartphone und Social Media verzichten wollen.

Das ausgeschaltete Handy als Mittel gegen die Einsamkeit

Ähnlich verhält es sich in den „Offline Clubs“. Die meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer suchen dort keinen Ausstieg aus der digitalen Welt, sondern analoge Inseln im Alltag. Hinter diesem Wunsch sieht Klingelhoefer verschiedene Motivationen. Ganz zentral sei die Sehnsucht nach mehr Authentizität in sozialen Beziehungen. Echte Begegnungen – von Angesicht zu Angesicht, nicht über Profile und Kommentarspalten.

Das kann auch eine Reaktion auf das Gefühl der Vereinsamung sein. Die Gen Z gilt heute als einsamste Altersgruppe, noch vor den Rentnern. Diverse nationale und internationale Studien zeigen, dass es eine Verschiebung gegeben hat. Die könnte auch mit der Social-Media-Nutzung zu tun haben. Denn bei TikTok und Instagram scrollen die meisten Nutzerinnen und Nutzer nur passiv, echte Kontakte knüpfen sie kaum.

Offline-Treffen als Rückzugsort vor Tech-Konzernen

Außerdem bewegen sie sich dort nicht autonom. Vielmehr bestimmen die Algorithmen, wer welche Inhalte und Kontakte vorgeschlagen bekommt. Dessen sind sich viele Userinnen und User bewusst.

„Man möchte Kontrolle über die eigene Nutzung erlangen, und das wird einem in digitalen Welten häufig sehr schwer gemacht“, erläutert Klingelhoefer. „Offline Clubs“ könne man als eine bewusste Intervention verstehen. Nach diesem Verständnis funktionieren sie auch als Rückzugsräume vor großen Tech-Firmen, die unsere Aufmerksamkeit monetarisieren.

Man kann es widersprüchlich finden, dass die Veranstaltungen das Offline-Erlebnis kultivieren, aber selbst über Social Media organisiert und beworben werden. Andererseits sind digitale Medien nun mal integraler Bestandteil unseres Lebens.

Beim Kölner „Reading Rave“ ist das Handy tabu – zumindest bis zum offiziellen Ende der Veranstaltung.

Was bringt die Digital-Auszeit?

Auch als ein Signalton beim Kölner „Reading Rave“ die einstündige Offline-Veranstaltung beendet, zücken viele direkt wieder ihre Smartphones. Dennoch berichten einige von einem Wir-Gefühl – davon, dass sie die Veranstaltung genossen haben und auch in Zukunft wieder gemeinsam offline gehen wollen. Doch wie viel bringen solche bewussten Smartphone-Pausen objektiv?

„Es gibt Hinweise auf kleine Verbesserungen im Wohlbefinden. Doch die Effekte von ‚Digital Disconnection‘ sind nicht so klar, wie man das denken würde“, sagt Klingelhoefer mit Verweis auf verschiedene Metastudien. „Es ist nicht so, dass man sich automatisch besser fühlt, wenn man auf das Smartphone verzichtet.“ Allerdings gebe die Forschung Hinweise darauf, dass sich das Wohlbefinden der Nutzer steigert, wenn sie selbst darüber bestimmen können, ob sie gerade digital verbunden sind oder nicht.

Genau das ermöglichen „Offline Clubs“, egal ob sie kommerziell oder privat organisiert sind. Ein Massenphänomen sind sie zwar nicht, aber sie schaffen einen Raum mit eigenen Kommunikationsregeln, einen Ort, an dem Menschen selbstbestimmt aufs Smartphone verzichten und anderen ohne Filter begegnen – wenn auch nur für ein paar Stunden.

Teilen. Facebook Twitter Pinterest LinkedIn Tumblr E-Mail
Dr. Heinrich Krämer
  • Webseite

Ähnliche Beiträge

Produktion in der größten Diamantenmine Südafrikas wird gestoppt

Juli 15, 2026

Abstimmung in Abgeordnetenkammer: Schlappe für Italiens Ministerpräsidentin Meloni

Juli 15, 2026

74-jähriger Mann in Florida hingerichtet – nach 40 Jahren Haft

Juli 15, 2026
Kommentar hinterlassen Antwort abbrechen

Top-Beiträge

„Moby Dick“: Vor 60 Jahren: Belugawal im Rhein gesichtet

April 29, 20264 Aufrufe

Was eine Zuckerabgabe bringen könnte

April 29, 20264 Aufrufe

„Inflationszahlen sind Warnsignal“ | Verbraucherzentrale Bundesverband

April 29, 20263 Aufrufe

Kommentar zur Gesundheitsreform: Gerecht sieht anders aus

April 29, 20263 Aufrufe
Folgen Sie uns
  • Facebook
  • Twitter
  • Pinterest
  • Instagram
  • YouTube
  • Vimeo

Abonnieren Sie Updates

VerbraucherRat GmbH
Hohenzollernring 56
50672 Köln

Telefon: +49 221 16847392-0
Telefax: +49 221 16847392-99
E-Mail: info@verbraucherrat.com
Web: www.verbraucherrat.com

Geschäftszeiten
Montag – Freitag: 09:00 – 18:00 Uhr

Menu
  • Startseite
  • Über Uns
  • Kontakt
  • Aktuelle Warnungen
  • Nachrichten
  • Ratgeber
  • Betrugsmaschen
  • Beratung
  • Bildung
  • Politik
Institutionell
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Hinweis / Haftungsausschluss
  • Cookie-Manager
  • Nutzungsbedingungen
  • Werbefrei lesen
  • Einwilligung widerrufen
  • Mediadaten
  • Abo kündigen
  • Barrierefreiheitserklärung
  • Hilfe
© 2026 VerbraucherRat. Alle Rechte vorbehalten.
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Hinweis / Haftungsausschluss
  • Cookie-Manager
  • Nutzungsbedingungen
  • Werbefrei lesen
  • Einwilligung widerrufen
  • Mediadaten
  • Abo kündigen
  • Barrierefreiheitserklärung
  • Hilfe

Tippen Sie oben und drücken Sie Enter zum Suchen. Drücken Sie Esc zum Abbrechen.