„Sobald sie dazu bereit sind“Kreml: Putin will mit Europäern verhandeln
In Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine steht die EU fest an der Seite Kiews. Gespräche mit Moskau gibt es hingegen kaum. Laut einem Zeitungsbericht zeigen sich die Europäer nun zu Gesprächen bereit. Aus dem Kreml kommt eine Zusage.
Der russische Präsident Wladimir Putin ist nach Angaben des Kremls zu Verhandlungen mit europäischen Staaten über eine Beilegung des Ukraine-Kriegs bereit. „Putin ist bereit, mit jedem zu verhandeln. Das hat er wiederholt erklärt“, sagte Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow mit Blick auf einen Bericht der „Financial Times“ (FT). Die Zeitung meldete, EU-Vertreter bereiteten sich auf mögliche Gespräche mit Russland vor.
EU-Ratspräsident Antonio Costa sehe „Potenzial“ für Verhandlungen der Staatengemeinschaft mit Putin. Die EU habe dafür zudem die Rückendeckung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Dieser Schwenk geht laut „FT“ auf die Frustration der Europäer über die bisher von US-Präsident Donald Trump geleiteten Verhandlungen zurück.
„Russland wird den Dialog vorantreiben, sobald die Europäer dazu bereit sind“, sagte Kreml-Sprecher Peskow auf Nachfrage weiter. Den ersten Schritt müsse jedoch die EU machen, da sie die Kontakte nach Beginn des Krieges 2022 abgebrochen habe. „Die russische Seite hat den vollständigen Abbruch unserer Beziehungen zur EU nicht veranlasst“, sagte der Sprecher. Dies sei von Brüssel und einzelnen europäischen Hauptstädten ausgegangen.
Putin hatte im Februar 2022 den Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine befohlen. Seitdem wehrt sich die Ukraine mit Unterstützung des Westens gegen Russland. Europäische Politiker hatten wiederholt erklärt, Russland müsse in der Ukraine besiegt werden, weil das Land andernfalls eines Tages ein Nato-Mitglied angreifen könnte. Die Regierung in Moskau weist dies zurück. Putin wiederum wirft den europäischen Staaten Kriegstreiberei vor, da sie die Ukraine mit Milliardenhilfen, Waffen und Geheimdienstinformationen unterstützen.
