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Startseite»Nachrichten»Angeblich für Dienstag geplant: Trump will neuen Angriff auf Iran kurzfristig verschoben haben
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Angeblich für Dienstag geplant: Trump will neuen Angriff auf Iran kurzfristig verschoben haben

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 18, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Angeblich für Dienstag geplantTrump will neuen Angriff auf Iran kurzfristig verschoben haben

Trump hatte mehrfach betont, es gebe kaum noch militärische Ziele im Iran. (Foto: picture alliance / abaca)

Die US-Verhandlungen mit dem Iran machen bislang keine erkennbaren Fortschritte. Präsident Trump versucht weiterhin, den Druck auf Teheran zu erhöhen. Angeblich habe ein neuer Angriff des US-Militärs unmittelbar bevorgestanden.

US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Angaben einen für Dienstag geplanten militärischen Angriff auf den Iran vorerst ausgesetzt. Das solle Verhandlungen über ein Abkommen zur Beendigung des Krieges ermöglichen. Zugleich drohte er zum wiederholten Mal mit einem umfassenden Großangriff, sollte kein akzeptables Abkommen zustande kommen. Das Militär sei dazu „jederzeit“ bereit, wenn keine akzeptable Vereinbarung mit Teheran erzielt werde.

Trump schrieb auf seiner Plattform Truth Social, er habe das US-Militär angewiesen, einen für Dienstag geplanten Angriff vorerst nicht auszuführen, sich aber für einen sofortigen Schlag bereitzuhalten. Die Staats- und Regierungschefs von Katar, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten hätten ihn gebeten, nicht anzugreifen. Sie rechneten mit einer Einigung, die für die USA und die Länder im Nahen Osten sehr akzeptabel sein werde.

Bislang war nicht öffentlich bekannt, dass die USA am Dienstag angreifen wollten. Es ist auch ungewiss, ob Trump den Angriff tatsächlich geplant hat. Der US-Präsident hat schon wiederholt erklärt, die Zeit für den Iran laufe ab. Politische Beobachter verweisen indes darauf, dass ein erneuter US-Angriff auf den Iran viele Risiken berge und die islamische Republik nicht unbedingt in die Knie zwingen werde.

Ein Sprecher des iranischen Außenministeriums sagte am Montag, die Position Teherans sei über Pakistan an die USA übermittelt worden. Ein pakistanischer Insider dämpfte jedoch die Erwartungen. Beide Seiten würden ihre Bedingungen ständig ändern, sagte er.

Pakistan dämpft Erwartungen

Das neue iranische Angebot ähnelt laut einem hochrangigen Insider aus Teheran in vielen Punkten einer früheren Offerte, die Trump in der vergangenen Woche noch als „Müll“ zurückgewiesen hatte. Im Mittelpunkt stünden zunächst ein Ende des Krieges, die Wiedereröffnung der Straße von Hormus sowie die Aufhebung von maritimen Sanktionen. Streitfragen zum iranischen Atomprogramm und zur Urananreicherung sollten auf spätere Verhandlungsrunden verschoben werden. Die USA seien dem Iran aber entgegengekommen und hätten zugestimmt, ein Viertel der eingefrorenen iranischen Gelder in Höhe von zweistelligen Milliardenbeträgen freizugeben, sagte der Insider. Der Iran fordert die Freigabe aller Vermögenswerte. Zudem habe Washington mehr Flexibilität bei der friedlichen nuklearen Nutzung unter Aufsicht der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) signalisiert.

Die US-Regierung bestätigte diese Angaben zunächst nicht. Einen Bericht der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim, wonach die USA einer Aussetzung der Ölsanktionen während der Verhandlungen zugestimmt hätten, wies ein US-Vertreter als falsch zurück. Trump sprach bei einer Veranstaltung im Weißen Haus lediglich von einer „sehr positiven Entwicklung“ bei den Gesprächen mit dem Iran. Verbündete im Nahen Osten hätten ihm gesagt, sie seien „sehr nah dran, eine Einigung zu erzielen“, durch die der Iran keine Atomwaffen besitzen werde. Der Verzicht auf Atomwaffen ist laut Trump aber Voruassetzung für eine Einigung mit Teheran.

Trump steht unter Druck, ein Abkommen zu erzielen, um die Straße von Hormus wieder zu öffnen und die wirtschaftlichen Folgen des von ihm und Israel begonnenen Krieges einzudämmen. Nach sechswöchigen Kämpfen gilt derzeit eine brüchige Waffenruhe.

Quelle: ntv.de, ino/rts

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