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Politik

US-Außenminister Rubio setzt mit Iran auf Diplomatie

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 25, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 25.05.2026 • 10:49 Uhr

Im Ringen um eine Vereinbarung im Irankrieg geht es seit Tagen hin und her. Laut US-Außenminister Rubio liegt nun ein „ziemlich solides Angebot“ auf dem Tisch. Teheran geht dagegen nicht von einer schnellen Einigung aus.

Die USA streben laut Außenminister Marco Rubio im Konflikt mit Iran eine diplomatische Lösung an. Man schließe bei einem Scheitern der Verhandlungen aber ein anderes Vorgehen nicht aus, sagte Rubio bei einem Besuch in Neu-Delhi. Es werde entweder eine gute Vereinbarung geben oder man werde mit dem Land „auf andere Weise“ umgehen.

„Wir werden der Diplomatie jede Chance auf Erfolg geben, bevor wir die Alternativen prüfen“, sagte er. Es liege ein „ziemlich solides Angebot auf dem Tisch“.

Trump und Teheran dämpfen Erwartungen

US-Präsident Donald Trump dämpfte am Sonntag allerdings Hoffnungen auf einen raschen Durchbruch bei den Gesprächen, nachdem er am Samstag eine baldige Einigung in Aussicht gestellt hatte. Trump habe seine Unterhändler angewiesen, ein Abkommen nicht zu überstürzen.

Einem US-Regierungsvertreter zufolge hat Teheran der Öffnung der strategisch wichtigen Straße von Hormus im Austausch für ein Ende der US-Seeblockade prinzipiell zugestimmt. Zudem sei das Regime bereit, sein hochangereichertes Uran abzugeben. Details zum iranischen Atomprogramm müssten jedoch noch ausgehandelt werden, hieß es.

Aus Iran hieß es dazu heute, dass man in vielen Punkten Einvernehmen mit den USA erzielt habe. Dies bedeute jedoch nicht, dass Teheran kurz vor der Unterzeichnung einer Vereinbarung stehe, sagte der Sprecher des Außenministeriums, Esmaeil Baghaei. Iran verhandle über ein Ende des Krieges und erörtere derzeit keine Nuklearfragen, betonte er.

Waffenruhe seit Anfang April

Trump hatte Israels Premier Benjamin Netanjahu nach dessen Angaben zugesichert, in einem Abkommen auf einem Stopp des iranischen Atomprogramms zu bestehen. Dazu sagte Rubio, er setze darauf, dass Teheran zu „sehr realen, bedeutenden, zeitlich begrenzten Verhandlungen zu dem Atom-Thema“ bereit sei. Der US-Präsident sei bei den Verhandlungen mit Iran „nicht in Eile“, er werde „keinen schlechten Deal“ abschließen.

Die USA und Israel hatten Ende Februar den Krieg mit Angriffen auf Iran begonnen. Iran reagierte seinerseits mit Angriffen auf Israel und attackierte auch mehrere US-Basen und Staaten in der Golfregion, darunter etwa Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Iran blockierte außerdem die Straße von Hormus, was weltweit zu einer Krise am Öl- und Gasmarkt führte. Seit Anfang April gilt eine fragile Waffenruhe.

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