Schon wieder raus vor NBA-FinalsKranker Weltmeister-Kapitän Schröder muss mit ansehen, wie sein Titeltraum platzt
Erstmals seit 27 Jahren schaffen es die New York Knicks in die NBA-Finals. Für Deutschlands Nationalmannschaftskapitän Dennis Schröder ist das eine schlechte Nachricht, denn wieder einmal scheitert er knapp vor seiner Final-Premiere.
Für Basketball-Weltmeister Dennis Schröder ist der Traum vom Titel in der NBA geplatzt. Die Cleveland Cavaliers verloren auch das vierte Spiel der Finals in der Eastern Conference gegen die New York Knicks mit 93:130 und kassierten in der Best-of-seven-Serie einen „Sweep“ (0:4). Im letzten Spiel fehlte Nationalmannschaftskapitän Schröder krankheitsbedingt.
Die Knicks zogen derweil in ihr erstes Finale seit 1999 ein, den Titel gewannen sie zuletzt 1973. Ihr Lauf ist beeindruckend: Für New York war es der elfte Sieg in Serie in den Playoffs. Nun werden sie auf Titelverteidiger Oklahoma City Thunder um den deutschen Basketballer Isaiah Hartenstein oder die San Antonio Spurs mit Superstar Victor Wembanyama treffen. In dieser Serie steht es 2:2 nach Siegen.
Schröder scheiterte schon zum dritten Mal im Halbfinale
Die Knicks setzten sich gegen die Cavaliers bereits Anfang des zweiten Viertels mit 50:26 ab, nachdem sie einen 20:0-Lauf hingelegt hatten. Davon erholte sich Cleveland nicht mehr. Jedes Viertel verloren die Gastgeber. Bei den Knicks erzielte Karl-Anthony Towns 19 Punkte und 14 Rebounds, der deutsche Basketballer Ariel Hukporti kam in acht Minuten auf zwei Zähler, fünf Rebounds und einen Assist.
„Wir werden das ein oder zwei Tage lang genießen, aber wir haben hier ein größeres Ziel vor Augen und müssen uns jetzt voll darauf konzentrieren“, sagte Teamkollege Landry Shamet: „Wir müssen noch vier Siege holen, und wir wissen, dass es noch schwerer werden wird. Mit diesem Team in dieser Position zu sein, ist etwas ganz Besonderes.“
Bei den Cavaliers überzeugte vor allem Donovan Mitchell mit 31 Punkten. „Manchmal muss man dem anderen Team einfach Anerkennung zollen: Sie haben den besseren Basketball gespielt, sie sind gerade heiß“, sagte Clevelands Cheftrainer Kenny Atkinson. Er sei „enttäuscht für die Mannschaft.“
Schröder muss damit weiter auf seine erste Teilnahme an den NBA-Finals warten. Schon 2016/17 mit den Atlanta Hawks und 2022/23 mit den Los Angeles Lakers war der 32-Jährige im Halbfinale ausgeschieden.
