Im Feed taucht ein Sharepic auf: „Schock für Bankkunden: Neue 10-Prozent-Gebühr auf Geldeingänge geplant“ Dazu kaum Details.
Die Aussage stimmt nicht. Es existiert keine solche Regelung bei Banken oder in der EU. Seriöse Quellen berichten nicht darüber.
Solche Gebühren wären zudem wirtschaftlich und rechtlich kaum haltbar. Bankgebühren sind reguliert und müssen transparent ausgewiesen werden. Eine pauschale Abgabe auf eingehendes Geld würde sofort breite Berichterstattung auslösen – die hier komplett fehlt.
Ein Beleg fehlt vollständig
Keiner der Beiträge nennt eine konkrete Bank, ein Gesetz oder eine offizielle Ankündigung. Stattdessen bleiben die Formulierungen vage: „geplant“, „soll kommen“, „bald Realität“. Genau das ist typisch für virale Falschmeldungen.
Ein Blick auf offizielle Stellen wie Bankenverbände, Zentralbanken oder Finanzaufsichten zeigt: Es gibt keine entsprechende Initiative. Auch Medienberichte dazu existieren nicht.
Gebühren funktionieren anders
Banken verlangen Gebühren in klar definierten Bereichen, etwa für Kontoführung oder bestimmte Transaktionen.
Eingehende Überweisungen im SEPA-Raum sind in der Regel kostenfrei oder bereits im Kontomodell enthalten.
Eine prozentuale Abgabe auf jeden Zahlungseingang würde das gesamte Zahlungssystem verändern. Genau deshalb wäre eine solche Maßnahme politisch und wirtschaftlich hoch umstritten – und unmöglich „heimlich geplant“.
Warum sich die Behauptung verbreitet
Der Inhalt trifft einen Nerv: Geld, Banken und vermeintliche „neue Regeln“ erzeugen sofort Aufmerksamkeit.
Dazu kommt die einfache Botschaft: hoher Prozentsatz, direkte Betroffenheit, klare Bedrohung.
Solche Kombinationen sorgen für schnelle Verbreitung – auch ohne jede Grundlage.
FAQ zum Thema: 10 %-Bankgebühr Geldeingang
Gibt es wirklich eine 10 %-Gebühr auf Geldeingänge?
Nein. Es gibt keine solche Gebühr und keine offiziellen Pläne dazu. Weder Banken noch Behörden haben so etwas angekündigt.
Woher stammt die Behauptung über die Bankgebühr?
Die Aussage verbreitet sich vor allem über Social Media als Sharepic oder Kurzmeldung. Eine überprüfbare Quelle wird nicht genannt.
Wie prüft man solche Finanz-Behauptungen im Internet?
Man sucht nach offiziellen Mitteilungen von Banken, Aufsichtsbehörden oder großen Medien. Fehlen diese, ist Skepsis angebracht.
Verbraucherzentrale Niedersachsen
17.04.2025
Verbraucherzentrale
10.06.2025
Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein.
(Mehr zur Arbeitsweise)