Mimikama bietet längst mehr als Faktenchecks. Unsere kostenlosen Tools helfen bei Betrug, schwierigen Kommentarspalten, digitalen Regeln, Algorithmen und der Frage, wann KI-Inhalte gekennzeichnet werden müssen.
Viele Menschen kennen Mimikama vor allem durch Faktenchecks. Eine Behauptung taucht auf, ein Video wird falsch zugeordnet oder eine Betrugsmasche verbreitet sich – wir prüfen, ordnen ein und warnen davor.
In den vergangenen Jahren ist dabei etwas deutlich geworden: Ein Faktencheck beantwortet zwar die Frage, ob eine Behauptung stimmt. Er hilft aber nicht automatisch bei der nächsten Entscheidung.
Was mache ich, wenn mein Konto gehackt wurde?
Soll ich auf diesen Kommentar antworten?
Warum zeigt mir mein Feed ständig dieselben Aufreger?
Wie vereinbare ich mit meinem Kind vernünftige Regeln für Social Media?
Muss ein KI-generiertes Bild nun gekennzeichnet werden?
Genau für solche Situationen haben wir eigene Werkzeuge entwickelt. Sie sollen Menschen dabei unterstützen, einen digitalen Vorfall zu sortieren, Zusammenhänge zu verstehen oder eine konkrete Entscheidung zu treffen. Alle Angebote sind kostenlos und direkt im Browser nutzbar. Je nach Werkzeug braucht es gar keine Anmeldung oder eine Registrierung ist nur dann sinnvoll, wenn ein Fortschritt gespeichert werden soll.
Warum wir diese Werkzeuge gebaut haben
Digitale Probleme kommen selten in sauber sortierten Kategorien daher.
Wer auf eine Phishing-Nachricht hereingefallen ist, sucht meistens nicht nach einem langen Grundsatzartikel über Cyberkriminalität. Die betroffene Person möchte wissen, welches Passwort zuerst geändert werden muss und ob sofort die Bank verständigt werden sollte.
Ähnlich ist es in Kommentarspalten. Ein einzelner Satz kann verletzen, wütend machen oder verunsichern. Dann stellt sich rasch die Frage, ob eine Antwort noch sinnvoll ist. Manchmal ist ein ruhiger Widerspruch hilfreich. In anderen Fällen sollte der Kommentar gesichert, gemeldet und der Kontakt blockiert werden.
Auch Medienkompetenz entsteht nur teilweise durch Lesen. Viele Mechanismen werden erst greifbar, wenn Menschen selbst erleben, wie ein harmlos wirkendes Posting Reichweite bekommt oder wie der eigene Feed auf Klicks und Verweildauer reagiert.
Unsere Werkzeuge setzen genau dort an. Sie übersetzen Wissen in eine konkrete Anwendung.
Alle acht laufen direkt im Browser. Es gibt nichts zu installieren und nichts zu bezahlen. Klick auf ein Werkzeug, um mehr darüber zu erfahren.
Diese beiden Werkzeuge helfen in einer konkreten Situation: Es ist etwas passiert, und die nächste Entscheidung steht an.
Web-App · Ersthilfe
Mimikama SOS
Ich wurde gehackt, betrogen oder bedroht
Mimikama SOS richtet sich an Menschen, die gerade ein digitales Problem haben und zuerst einmal wissen müssen, was nun zu tun ist. Das kann ein gehacktes Konto sein, eine verdächtige SMS oder ein Fake-Shop. Auch Sextortion, Romance-Scam, Anlagebetrug, Cybermobbing und Doxxing werden berücksichtigt.
Das Tool stellt einfache Fragen, sortiert den Fall und zeigt den nächsten sinnvollen Schritt. Bei einem gehackten Konto kann das etwa bedeuten, zuerst das E-Mail-Konto zu sichern, fremde Sitzungen abzumelden und die Zwei-Faktor-Authentifizierung einzurichten. Bei einem Zahlungsbetrug stehen das Stoppen weiterer Überweisungen, die Sicherung von Belegen und der Kontakt zur Bank im Vordergrund.
Mimikama SOS speichert die Antworten nicht. Es braucht keinen Account und keinen Login.
Das Werkzeug ersetzt keine Polizei, keine Bank und keine Rechtsberatung. Es hilft dabei, die Lage zu ordnen und die zuständige Stelle zu finden. Bei akuter Gefahr bleibt der Notruf zuständig.
AnonymOhne LoginKeine Speicherung
Web-App · Entscheidungshilfe
Was jetzt?
Ein Kommentar belastet mich oder macht mich unsicher
Ein Kommentar kann sachlich falsch sein, aggressiv wirken oder eine klare Drohung enthalten. Die passende Reaktion hängt stark vom Zusammenhang ab. „Was jetzt?“ ist eine Entscheidungshilfe für solche Situationen.
Nutzerinnen und Nutzer können einen öffentlich sichtbaren Kommentar einfügen und freiwillig Kontext ergänzen. Das Tool fragt etwa, wo der Kommentar steht und welches Ziel die betroffene Person verfolgt. Die Einschätzung folgt von Mimikama entwickelten Kriterien und wird mit KI-Unterstützung erstellt. Am Ende kann die Empfehlung lauten, ruhig zu antworten, Beweise zu sichern oder den Inhalt zu melden. Blockieren und Aussteigen sind ebenfalls mögliche Schritte.
Vor dem Einfügen müssen Namen, Nutzernamen und andere persönliche Angaben entfernt werden. Private Nachrichten oder sensible Informationen über erkennbare Personen gehören nicht in das Tool. Die Eingabe wird zur Erstellung der Einschätzung an OpenAI übermittelt, Mimikama speichert Kommentar und Antwort nicht dauerhaft. Das Werkzeug kann Fehler machen und ersetzt keine rechtliche Beurteilung.
Sieben mögliche ReaktionenNach Mimikama-Kriterien
Diese Werkzeuge erklären Mechanismen, Begriffe und Rechtslage – für alle, die nicht nur reagieren, sondern einordnen möchten.

Web-App · Selbsttest
Algorithmus-Trainer
Warum zeigt mir mein Feed ständig solche Inhalte?
Viele Menschen sagen, Social Media zeige ihnen nur noch Wut, Betrug oder politische Extreme. Der Algorithmus-Trainer erklärt in ungefähr zwei Minuten, warum das passieren kann.
Plattformen reagieren auf Signale. Dazu gehören Klicks, Kommentare und Shares. Auch die Zeit, die jemand bei einem Beitrag verbringt, kann ausgewertet werden. Wer empört unter einem Beitrag diskutiert, zeigt dem System dadurch gleichzeitig Interesse. Wer ständig Videos zu einem bestimmten Thema ansieht, bekommt davon meist mehr angezeigt. So kann ein Feed immer einseitiger werden, obwohl die Person diese Inhalte möglicherweise gar nicht sehen möchte.
Der Algorithmus-Trainer fragt zuerst, was im eigenen Feed auffällt. Danach erklärt er, welche Signale dahinterstehen könnten. Am Ende entsteht ein persönlicher Plan, mit dem sich der Feed schrittweise verändern lässt: bestimmte Inhalte bewusst nicht mehr anklicken, unerwünschte Themen ausblenden oder gezielt anderen Accounts folgen.
Etwa zwei MinutenPersönlicher Plan am Ende
Web-App · Rechtscheck
KI-Kennzeichnungs-Check
Muss ich diesen KI-Inhalt kennzeichnen?
Seit rund um den EU AI Act neue Transparenzpflichten diskutiert werden, erreichen uns viele Fragen. Muss jedes KI-Bild gekennzeichnet werden? Gilt das auch für Privatpersonen? Was passiert bei Satire oder künstlerischen Inhalten? Und wie soll eine Kennzeichnung konkret aussehen?
Der KI-Kennzeichnungs-Check führt durch höchstens acht Fragen. Danach zeigt er, ob im jeweiligen Fall eine Pflicht besteht. Das Ergebnis enthält die passende Fundstelle im Gesetz. Falls eine Kennzeichnung notwendig ist, gibt das Tool auch einen konkreten Hinweis zur Umsetzung. Zusätzlich zeigen sechs typische Beispiele, warum Inhalt, Veröffentlichungskontext und Rolle der veröffentlichenden Person entscheidend sind.
Ein fehlender KI-Hinweis beweist nicht, dass ein Inhalt echt ist. Menschen, die bewusst täuschen wollen, werden sich kaum zuverlässig an Kennzeichnungspflichten halten. Der Check hilft daher bei der eigenen rechtskonformen Veröffentlichung. Er ersetzt keine inhaltliche Prüfung fremder Bilder oder Videos.
Etwa eine MinuteOhne AnmeldungOhne Cookies
Nachschlagewerk · Lexikon
Wikikama
Ich möchte einen Begriff verstehen
Mit Wikikama haben wir ein freies Wissensportal für digitale Aufklärung aufgebaut. Dort werden Begriffe aus den Bereichen Desinformation, Internetbetrug, Algorithmen und Medienkompetenz erklärt. Das reicht von Fake News und Romance-Scam bis zu KI-Slop, Motivated Reasoning oder digitalem Feudalismus.
Wikikama ist mehr als ein alphabetisches Begriffsverzeichnis. Die Artikel erklären, wie bestimmte Phänomene entstehen, welche Mechanismen dahinterliegen und woran Menschen sie erkennen können. Damit eignet sich das Portal für Menschen, die rasch einen Begriff nachschlagen möchten, ebenso wie für den Unterricht, die journalistische Recherche oder die persönliche Weiterbildung.
Gerade medien- und kommunikationswissenschaftliche Begriffe helfen dabei, aktuelle Entwicklungen besser zu verstehen. Die Schweigespirale, algorithmische Verstärkung oder die Aufmerksamkeitsökonomie wirken zunächst theoretisch. Im Alltag erklären sie allerdings sehr konkrete Erfahrungen.
1.119 ArtikelStand 5. August 2026Frei zugänglich
Diese drei Angebote sind für Familien, Schulen und alle, die Medienkompetenz nicht nur lesen, sondern üben wollen.
Online-Kurs · mit Zertifikat
Social-Media-Führerschein
Wie sicher bewege ich mich im Netz?
Der Social-Media-Führerschein trägt offiziell den Namen Medienachtsamkeits-Check. Das kostenlose Bildungsangebot richtet sich an Kinder ab sechs Jahren, Jugendliche und Erwachsene. Die Inhalte sind in sieben Altersgruppen aufgeteilt, damit ein Kind im Volksschulalter andere Aufgaben erhält als eine 45-jährige Internetnutzerin.
In fünf Modulen geht es um Faktencheck-Kompetenz, Sicherheit und Datenschutz, Kommunikation, Rechte im Netz sowie digitale Balance. Die Teilnehmenden können sich von der normalen Stufe bis zum Expertenniveau vorarbeiten. Nach erfolgreichem Abschluss lässt sich ein persönliches PDF-Zertifikat erstellen.
Für Schulen und Familien kann der Führerschein als gemeinsamer Ausgangspunkt dienen. Alle absolvieren denselben Themenbereich, bekommen aber altersgerechte Fragen.
Der Führerschein ist kein amtliches Dokument. Er macht trotzdem sichtbar, welche Fähigkeiten im digitalen Alltag gebraucht werden: eine Quelle prüfen, persönliche Daten schützen und die eigenen Grenzen bei der Mediennutzung erkennen.
Ab 6 JahrenSieben AltersstufenDeutsch und Englisch
Simulator · Lernspiel
Reality Check
Was passiert, wenn ich etwas teile?
Beim Reality Check wird Medienkompetenz nicht nur erklärt. Die Teilnehmenden erleben selbst, wie digitale Dynamiken entstehen. Das Tool funktioniert wie ein Posting-Simulator: Man sieht einen Beitrag, wie er auf TikTok, Instagram oder YouTube auftauchen könnte. Danach muss entschieden werden – teilen, liken oder genauer hinschauen?
Anschließend zeigt der Simulator, welche Folgen die Entscheidung haben kann. Ein Beitrag bekommt Reichweite, Kommentare verändern die Stimmung oder der ursprüngliche Zusammenhang geht verloren.
Das Werkzeug zeigt sehr anschaulich, warum der Satz „Ich hab’s ja nur geteilt“ zu kurz greift. Jede Reaktion kann einer Plattform signalisieren, dass ein Inhalt Aufmerksamkeit bekommt. Dabei spielt es oft keine Rolle, ob die Reaktion zustimmend oder empört ausfällt.
Ab 10 JahrenOhne Account startbarKlassen-Codes und Lehrer-Dashboard
Web-App · PDF-Generator
Medienachtsamkeits-Vertrag
Wir brauchen gemeinsame Medienregeln
Digitale Konflikte in Familien entstehen oft an denselben Punkten. Wie lange darf das Handy verwendet werden? Was passiert bei einem In-App-Kauf? Darf ein Foto einfach in einer Gruppe geteilt werden?
Zur Auswahl stehen mehr als 40 Regeln aus zehn Themenbereichen. Dazu gehören Privatsphäre, Sicherheit, Social Media, Games und KI. Auch Medienzeiten, ein Notfallplan und die Verantwortung der Erwachsenen werden berücksichtigt. Die Beteiligten wählen gemeinsam aus, welche Regeln zu ihrer Situation passen. Danach kann der Vertrag digital unterschrieben und als PDF gespeichert werden. Im Familienmodus bleiben die Daten lokal auf dem verwendeten Gerät.
Der Vertrag soll kein Überwachungsinstrument sein. Sein Wert liegt im Gespräch, das beim Ausfüllen entsteht. Ein Kind kann sagen, welche Regel unfair wirkt. Eltern müssen erklären, warum ihnen ein bestimmter Schutz wichtig ist. So wird aus einem pauschalen Handyverbot eine nachvollziehbare Vereinbarung.
Mehr als 40 RegelnZehn ThemenbereicheDaten bleiben lokal
Welches Tool brauche ich?
Man muss unsere Angebote nicht alle kennen. Entscheidend ist die Frage: Was beschäftigt mich gerade?
Werkzeuge statt weiterer Überforderung
Das Internet ist für viele Menschen unübersichtlicher geworden. Betrugsmaschen wirken professioneller, KI erschwert die Einschätzung von Bildern und Social-Media-Plattformen belohnen Aufmerksamkeit, selbst wenn sie aus Wut entsteht.
Mit unseren Werkzeugen versuchen wir, dieses Wissen praktisch nutzbar zu machen.
Kostenlos. Verständlich. Direkt nutzbar.
Ein Tool kann keine Polizei ersetzen und auch keine perfekte Entscheidung garantieren. Es kann aber erklären, sortieren und einen vernünftigen nächsten Schritt zeigen.
Genau dafür haben wir diese Angebote gebaut.
