Israel hat den neuen Führer der Hamas im Gazastreifen, Odeh, getötet. Nach Angaben der Armee kam er bei einem Luftangriff auf Gaza-Stadt ums Leben. Odeh soll maßgeblich am Massaker vom 7. Oktober 2023 beteiligt gewesen sein.
Israel hat etwa anderthalb Wochen nach dem tödlichen Angriff auf den Militärchef der Terrororganisation Hamas auch dessen mutmaßlichen Nachfolger im Gazastreifen getötet. Mohammed Odeh sei „eliminiert“ worden, erklärte Verteidigungsminister Israel Katz. Die Hamas bestätigte den Tod Odehs.
Israels Verteidigungsminister Israel Katz gratulierte im Onlinedienst X der Armee und dem Geheimdienst Shin Bet zu der „brillanten Ausführung“. Katz fügte hinzu: „Wir haben uns verpflichtet, jeden auszuschalten, der das Massaker vom 7. Oktober angeführt hat, und genau das werden wir tun.“
Angriff im Gazastreifen
Bereits am Dienstag hatten Benjamin Netanjahu und Katz gemeinsam erklärt, die Armee habe im Gazastreifen einen Angriff ausgeführt, der Odeh gegolten habe, „einem der Architekten des Massakers vom 7. Oktober“. Bei dem Überfall der islamistischen Terrororganisation und ihrer Verbündeten am 7. Oktober 2023 war Odeh demnach Chef des Hamas-Geheimdienstes und verantwortlich „für die Ermordung, Entführung und Verletzung zahlreicher israelischer Zivilisten und Soldaten“.
Die israelische Armee und Shin Bet bestätigten in einer gemeinsamen Mitteilung die Tötung Odehs. Dieser sei zum Nachfolger von Essedin al-Haddad ernannt worden, der am 15. Mai bei einem Luftangriff im Gazastreifen getötet worden sei. Die Hamas hatte nie offiziell bestätigt, dass Odeh neuer Chef der Essedin-al-Kassam-Brigaden war. Er war lange Zeit Geheimdienstchef der Brigaden gewesen und zuletzt einer der einflussreichsten Hamas-Vertreter im Gazastreifen.
Offizielle Waffenruhe seit Oktober 2025
Im Krieg zwischen Israel und der Hamas gilt offiziell seit Oktober 2025 eine Waffenruhe, beide Seiten werfen sich Verstöße gegen das Abkommen vor.
Am 7. Oktober 2023 waren Terroristen der Hamas und ihre Verbündeten vom Gazastreifen aus nach Israel eingedrungen. Bei Massakern im Süden des Landes töteten sie mehr als 1.200 Menschen, 251 Opfer verschleppten sie als Geiseln in den Gazastreifen. In den zwei sich anschließenden Kriegsjahren wurden nach Hamas-Angaben mehr als 70.000 Palästinenser getötet. Unklar ist, wie viele davon Hamas-Terroristen und wie viele Zivilisten waren.
