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Startseite»Nachrichten»Ukraine-Krieg: Selenskyj bittet Trump um mehr Patriot-Raketen
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Ukraine-Krieg: Selenskyj bittet Trump um mehr Patriot-Raketen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 27, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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„Lebenswichtiges Instrument“Selenskyj bittet Trump um mehr Patriot-Raketen

Der Ukraine mangelt es an Patriot-Abwehrraketen aus den USA. (Foto: picture alliance/dpa)

Im Verteidigungskrieg gegen Russland geht der Ukraine die Munition für das Luftabwehrsystem Patriot aus. Nun wendet sich Präsident Selenskyj mit seiner Bitte um Nachschub an US-Präsident Trump. Doch das Interesse an den Raketen ist nicht nur in Kiew groß.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die USA um mehr Munition für das US-Luftabwehrsystem Patriot zur Verteidigung gegen russische Raketenangriffe ersucht. In einem Schreiben, aus dem die AFP zitiert, an US-Präsident Donald Trump bat Selenskyj die US-Regierung, „uns dabei zu helfen, dieses lebenswichtige Instrument zum Schutz vor dem russischen Terror“ zu sichern. Konkret bat Selenskyj in dem Brief um „Patriot-Raketen vom Typ PAC-3 und zusätzliche Systeme“. Die Ukraine wolle damit „russische ballistische Raketen und andere russische Raketenangriffe stoppen“.

Die Ukraine hat sich zwar während des seit mehr als vier Jahren andauernden russischen Angriffskriegs auf Drohnenabwehr spezialisiert. Dem Land mangelt es aber an teuren, für die Verteidigung gegen Luftangriffe dringend benötigten PAC-3-Abwehrraketen aus den USA für das Patriot-System. Kiew befürchtet eine Verschärfung der Engpässe, sollte sich der Iran-Krieg weiter in die Länge ziehen.

Das System PAC-3 wurde zur Abwehr taktischer ballistischer Raketen entwickelt. Es kann US-Armeedaten zufolge in einem Radius von 20 bis 35 Kilometern ballistische Raketen abfangen.

Ukraine konkurriert mit Golfregion

Unabhängig von Selenskyjs Schreiben sagte ein hochrangiger Vertreter der ukrainischen Präsidialverwaltung, dass es „kompliziert“ sei, Munition für moderne Luftabwehrsysteme zu beschaffen. Es sei derzeit „einfach schwer, Raketen zu beschaffen, da es so viele andere Bestellungen aus der Golfregion und ähnlichen Orten gibt“, sagte er. Auch Lieferungen über den sogenannten Purl-Mechanismus seien langsamer, durch den die Nato-Länder und ihre Verbündeten Waffen für die Ukraine in den USA kaufen können.

Über das Pfingstwochenende hatte die russische Armee die Ukraine und insbesondere die Hauptstadt Kiew massiv mit Drohnen und Raketen angegriffen. Dabei setzte sie auch die Hyperschallrakete Oreschnik ein, die nach Angaben aus Moskau mit Atomsprengköpfen bestückt werden kann. Wenige Tage zuvor hatte Russland die ukrainische Hauptstadt Kiew mit einem der schwersten Angriffe mit Drohnen und Raketen seit Beginn seines Angriffskriegs gegen das Nachbarland vor mehr als vier Jahren überzogen.

Die Angriffe über Pfingsten erfolgten, nachdem Russland der Ukraine vorgeworfen hatte, eine Berufsschule in der von Russland besetzten Region Luhansk angegriffen und dabei 21 Menschen getötet zu haben. Der russische Präsident Wladimir Putin ordnete daraufhin Vergeltungsmaßnahmen an.

Am Montag kündigte Russland dann neue „systematische“ Angriffe auf Kiew an. Ausländer und Diplomaten würden daher aufgefordert, die ukrainische Hauptstadt zu verlassen. „Die Angriffe werden sowohl auf Entscheidungszentren als auch auf Kommandoposten zielen“, erklärte das russische Außenministerium. „Wir warnen ausländische Bürger, einschließlich des Personals diplomatischer Missionen und internationaler Organisationen.“ Die Drohungen wurden international scharf verurteilt.

Quelle: ntv.de, nbr/AFP

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