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Startseite»Nachrichten»Frankreich und Deutschland nehmen Beratungen über nukleare Abschreckung auf
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Frankreich und Deutschland nehmen Beratungen über nukleare Abschreckung auf

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 30, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Sicherheitsberater Sautter dabeiParis und Berlin beraten offenbar über nukleare Abschreckung

Dieses undatierte Foto zeigt ein französisches Atom-U-Boot. (Foto: picture-alliance/ dpa)

Frankreich ist die viertgrößte Atommacht der Welt. Bereits im März richten Macron und Merz eine „nukleare Lenkungsgruppe“ ein, die Details der Zusammenarbeit auslotet. Jetzt folgen einem Medienbericht zufolge nähere Gespräche in Paris.

Deutschland und Frankreich haben die geplanten Gespräche über eine engere Kooperation bei der nuklearen Abschreckung aufgenommen. Wie der „Spiegel“ berichtet, reiste der Sicherheitsberater von Bundeskanzler Friedrich Merz, Günter Sautter, am Mittwoch für eine erste Gesprächsrunde nach Paris, auch andere europäische Staaten nahmen an Beratungen in Paris teil. Das nächste deutsch-französische Treffen ist demnach noch vor der Sommerpause in Deutschland geplant.

Bundeskanzler Friedrich Merz hat mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron im März schon eine „nukleare Lenkungsgruppe“ eingerichtet, die Details der Zusammenarbeit auslotet. Macron hatte bei einer Rede zur nuklearen Abschreckung auf dem Militärstützpunkt Île-Longue in der Bretagne Anfang März das Konzept der „vorwärtsgerichteten Abschreckung“ vorgestellt. In diesem Rahmen könnten „Elemente der strategischen Streitkräfte“ in Europa zum Einsatz kommen, hatte Macron angekündigt.

Die deutsch-französische Lenkungsgruppe, die Macron und Merz im Frühjahr eingerichtet haben, plant zur Vorbereitung auf den Ernstfall gemeinsame Manöver. Die Bundeswehr darf demnach am konventionellen Teil französischer Nuklearübungen teilnehmen und erhält Einblick in Frankreichs Atomstandorte.

Eine erste deutsche Beteiligung an einer der sogenannten „Poker“-Übungen ist laut dem „Spiegel“ noch für dieses Jahr geplant, vermutlich im September. In Rede steht zunächst eine Beobachterrolle. Im weiteren Verlauf könnte die Bundeswehr Unterstützung leisten, allerdings nur solche, die nicht direkt mit den Atomwaffen in Verbindung steht, also etwa Begleitschutz durch Kampfflugzeuge oder Luftbetankung.

In der EU ist Frankreich seit dem EU-Austritt Großbritanniens 2020 die einzig verbliebene Atommacht. Laut dem Friedensforschungsinstitut Sipri besitzt das Land 290 der weltweit etwa 12.200 Atomwaffen und ist damit nach Russland, den USA und China die viertgrößte Atommacht.

Quelle: ntv.de, ghö/dpa

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