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Startseite»Politik»Trump spricht von Deeskalation im Libanon
Politik

Trump spricht von Deeskalation im Libanon

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 1, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 01.06.2026 • 20:48 Uhr

Laut US-Präsident Trump wird es keinen neuen israelischen Angriff auf Libanons Hauptstadt Beirut geben. Das habe er telefonisch mit Israels Premier Netanjahu besprochen. Auch die Hisbollah habe einer Einstellung der Kämpfe zugestimmt.

Israel wird nach Angaben von US-Präsident Donald Trump keinen Militäreinsatz in Beirut unternehmen. „Es werden keine Truppen nach Beirut entsandt, und alle Truppen, die auf dem Weg sind, sind bereits umgekehrt“, teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit.

Zuvor habe er ein „sehr konstruktives“ Telefonat mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu geführt. Israelische Medien bestätigen das Gespräch zwischen den beiden Staatschefs, machten aber keine Angaben zum Inhalt.

Die Nachrichtenagentur Reuters hatte mit Verweis auf Insider berichtet, Israel warte vor einem geplanten Vorstoß in die südlichen Vororte der libanesischen Hauptstadt auf die endgültige Zustimmung Trumps.

Auch Gespräche mit Hisbollah-Vertretern

Zusätzlich hat Trump nach eigenen Angaben über hochrangige Vertreter auch mit der radikal-islamischen Hisbollah-Miliz gesprochen. Sie habe ebenfalls eingewilligt, „dass alle Kampfhandlungen eingestellt werden“, schreibt Trump. „Dass Israel sie nicht angreifen wird und sie Israel nicht angreifen werden.“

Zu Trumps Aussagen äußerten sich bisher weder die israelische Regierung noch die Hisbollah. Allerdings berichtet die Nachrichtenagentur AFP über Pläne der Miliz, die Angriffe auf den Norden Israels nicht einstellen zu wollen.

Iran droht mit Ende der Friedensgespräche – Trump widerspricht

Die sich trotz einer Waffenruhe zuspitzenden Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah haben auch Einfluss auf die Friedensverhandlungen zwischen den USA und Iran. Am Nachmittag hatte die iranische Regierung gedroht, die Verhandlungen auszusetzen.

Laut iranischer Nachrichtenagentur Tasnim, die als Sprachrohr der Revolutionsgarde dient, sei diese Entscheidung wegen der „anhaltenden Verbrechen“ Israels im Libanon getroffen worden.

Donald Trump schrieb dagegen jetzt auf Truth Social, die Gespräche mit Iran gingen „mit hoher Geschwindigkeit“ weiter. In einem Telefoninterview mit dem TV-Sender NBC News sagte er, Iran habe den USA auch gar nicht offiziell mitgeteilt, dass man die Gespräche aussetzen wolle.

Seit Tagen ringen die USA und Iran um ein Rahmenabkommen unter anderem zur Verlängerung der seit dem 8. April geltenden Waffenruhe. Trotz dieser Feuerpause kam es jedoch immer wieder zu gegenseitigem Beschuss. Am 28. Februar hatten die USA und Israel den Krieg gegen Iran begonnen.

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