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Startseite»Nachrichten»Tote und Verletzte in Ukraine: Russland attackiert Kiewer Bevölkerung heftig
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Tote und Verletzte in Ukraine: Russland attackiert Kiewer Bevölkerung heftig

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 2, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Tote und Verletzte in UkraineRussland attackiert Kiewer Bevölkerung heftig

Rauchschwaden steigen nach einem russischen Großangriff über Kiew auf. (Foto: REUTERS/Alina Smutko)

Vier Jahre Krieg, und kein Ende in Sicht: In Kiew und anderen Teilen der Ukraine schlagen wieder viele Raketen und Drohnen ein. Dutzende Menschen werden verletzt oder sterben. Selenskyj beklagt die ungenügende Unterstützung seiner Verbündeten.

Bei schweren russischen Luftangriffen auf die Ukraine sind nach Angaben örtlicher Behörden in der Nacht mehrere Menschen getötet und verletzt worden. In der Hauptstadt Kiew wurden mindestens vierzehn Menschen verletzt, in der Stadt Dnipro kamen nach Behördenangaben vier Menschen ums Leben. Auch andere ukrainische Regionen melden Opfer und Schäden.

In Kiew schlug laut Augenzeugen eine Rakete in ein Hochhaus ein, das daraufhin teilweise einstürzte. Der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko teilte mit, es könnten Menschen unter den Trümmern eingeschlossen sein. Zudem seien in mehreren Stadtteilen durch herabfallende Trümmerteile Brände in Gebäuden und an Fahrzeugen ausgebrochen. In Kiew und fast der ganzen Ukraine heulten in der Nacht die Alarmsirenen. Tausende Einwohner suchten in U-Bahn-Stationen Schutz.

In der Stadt Dnipro wurden den örtlichen Behörden zufolge vier Menschen getötet, mindestens 16 weitere wurden verletzt. Davon würden 15 aktuell im Krankenhaus behandelt. Aus der nordöstlichen Region Charkiw meldete der Gouverneur zehn Verletzte, darunter ein elfjähriges Mädchen. Angriffe mit Raketen und Drohnen wurden auch aus Saporischschja gemeldet. Der ukrainischen Luftwaffe zufolge setzte Russland bei seinen Attacken auch ballistische Raketen ein.

Im westlichen Nachbarland Polen erklärte das Militär auf der Plattform X, angesichts der russischen Angriffe in der Ukraine sei die Luftabwehr in Alarmbereitschaft. Es seien Militärflugzeuge aufgestiegen. In Polen kommt es bei größeren Angriffen in der Ukraine immer wieder zur Alarmierung der Luftabwehr, manchmal steigen dabei auch Kampfjets von Nato-Partnern auf.

Selenskyj: Zu wenig Verteidigungs-Nachschub

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte in seiner abendlichen Videoansprache am Montag erneut vor einem möglichen massiven russischen Angriff gewarnt. „Geheimdienstwarnungen bezüglich russischer Angriffe bleiben in Kraft. Ein massiver Schlag ist möglich, sie haben dies vorbereitet“, sagte Selenskyj. Zwar sei die ukrainische Flugabwehr in Bereitschaft, erklärte der Präsident. Jedoch räumte er ein, dass fehlender Nachschub westlicher Verbündeter für die Abwehr von ballistischen Raketen und Marschflugkörpern Probleme bereite. 

Russland hatte vergangene Woche gewarnt, man plane „systematische Schläge“ auf militärische Ziele und Entscheidungszentren in Kiew. Dies sei eine Reaktion auf einen Drohnenangriff im vergangenen Monat auf ein Wohnheim in der von Russland besetzten ukrainischen Region Luhansk, bei dem 21 Menschen getötet wurden. Die Ukraine bestritt, den Angriff ausgeführt zu haben. Die Angaben konnten nicht unabhängig überprüft werden.

Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen eine russische Invasion. Beide Kriegsparteien setzen dabei massiv Drohnen und Raketen gegen Ziele im Hinterland des Gegners ein.

Quelle: ntv.de, mpa/dpa/rts

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