Russland setzt seine Angriffe auf die Ukraine fort. An vielen Orten des Landes heulten in der Nacht die Alarmsirenen. Aus der Hauptstadt Kiew und Dnipro wurden von Behörden Tote und Verletzte gemeldet.
Bei russischen Luftangriffen auf die Ukraine sind nach Angaben örtlicher Behörden in der Nacht mehrere Menschen getötet und verletzt worden. In der Hauptstadt Kiew wurde mindestens ein Mensch getötet, 20 weitere wurden verletzt, wie Militärverwalter Tymur Tkatschenko auf Telegram schrieb.
Mehrere Gebäude wurden demnach beschädigt und gerieten in Brand, darunter offenbar mehrere große Wohnhäuser. Bürgermeister Vitali Klitschko teilte mit, es könnten Menschen unter den Trümmern eingeschlossen sein. Viele suchten Zuflucht in U-Bahn-Stationen und Luftschutzkellern. Kurzzeitig kam es auch zu Stromausfällen und Problemen bei der Wasserversorgung.
In der Stadt Dnipro wurden bei dem nächtlichen Angriff Behördenangaben zufolge mindestens vier Menschen getötet und 16 weitere verletzt. In der östlichen Stadt Charkiw wurden laut dem Bürgermeister mindestens zehn Menschen verletzt. Russland griff auch Ziele in der Stadt Saporischschja an. Laut der ukrainischen Luftwaffe setzte Moskau dabei auch ballistische Raketen und Marschflugkörper ein.
Russland hatte schwere Schläge angekündigt
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte in seiner abendlichen Videoansprache am Montag erneut vor einem möglichen massiven russischen Angriff gewarnt.
Russland hatte vergangene Woche angekündigt, man plane „systematische Schläge“ auf militärische Ziele und Entscheidungszentren in Kiew. Dies sei eine Reaktion auf einen Drohnenangriff im vergangenen Monat auf ein Wohnheim in der von Russland besetzten ukrainischen Region Luhansk, bei dem 21 Menschen getötet wurden. Die Ukraine bestritt, ein ziviles Objekt angegriffen zu haben.
Konfliktparteien als Quelle
Angaben der Konfliktparteien oder von Beobachtern zum Kriegsgeschehen können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden.
