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Startseite»Nachrichten»2027 ist Schluss: Riester-Rente ab 50: Für wen sich der Einstieg noch lohnt
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2027 ist Schluss: Riester-Rente ab 50: Für wen sich der Einstieg noch lohnt

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 3, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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2027 ist SchlussRiester-Rente ab 50: Für wen sich der Einstieg noch lohnt

Mit über 50 noch eine Riester-Rente abschließen? Für Geringverdiener mit Kindern kann sich das unter Umständen lohnen.

Staatliche Zulagen machen die Riester-Rente für manche attraktiv – doch hohe Kosten können die Rendite schmälern. Für wen sich der Abschluss ab 50 Jahren trotzdem noch lohnen kann.

Privat fürs Alter vorsorgen? Manche schieben das auf die lange Bank. Doch auch wer über 50 ist, hat noch Möglichkeiten, für den Ruhestand zu sparen – um so neben der gesetzlichen Rente zusätzlich Geld parat zu haben. Das geht zum Beispiel mit einem Riester-Vertrag.

Generell kann noch in diesem Jahr jeder eine Riester-Rente abschließen, der in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlt. Ab 2027 lösen neue Formen der staatlich geförderten Altersvorsorge die Riester-Rente ab. Frauen und Männer, die vier Prozent ihres Bruttoeinkommens des Vorjahres in den Riester-Vertrag einzahlen, erhalten vom Staat eine Grundzulage von 175 Euro. Für jedes zugehörige, kindergeldberechtigte Kind gibt es eine Kinderzulage in Höhe von 300 Euro beziehungsweise 185 Euro, wenn dessen Geburt vor 2008 war.

Staatliche Zulagen können attraktiv sein

Wegen dieser staatlichen Zulagen kann sich Verbraucherschützern zufolge die Riester-Rente vor allem für Geringverdiener und Familien mit mindestens zwei Kindern rechnen. In diesen Fällen übernimmt der Staat womöglich einen Großteil der Beiträge und Verbraucherinnen wie Verbraucher selbst müssen nur den vergleichsweise geringen Eigenanteil von vier Prozent des Bruttoeinkommens des Vorjahres zahlen – die staatlichen Zulagen zählen dazu und schmälern den Eigenanteil entsprechend.

Rentabilität hängt vom Einzelfall ab

Aber lohnt sich ein Riester-Vertrag überhaupt im Alter von 50 plus? „Im Einzelfall kann das von Vorteil sein“, sagt Ralf Scherfling von der Verbraucherzentrale NRW. Wer aber schon in wenigen Jahren in Rente geht, sollte besser auf andere Lösungen als die Riester-Rente setzen.

Der Grund: Verbraucherschützer kritisieren immer wieder die hohen Abschluss- und Verwaltungskosten bei Riester-Verträgen, die vor allem bei kurzer Anlagezeit die Rendite zunichtemachen. Eine Alternative zu einem Riester-Vertrag kann dann zum Beispiel ein breit streuender Aktien-ETF sein.

Weil die Versicherer vorsichtig kalkulieren, müssten Versicherte je nach Rententarif 95 bis 150 Jahre alt werden, um wirklich das gesamte Ersparte ausgezahlt zu bekommen – oft sogar noch viel älter. „Das ist utopisch“, sagt Larisch. Vererbbar ist das Restguthaben nämlich nicht. Darum machen Versicherte mit der Zwangsverrentung des Riester-Vertrags meist Verlust. Besser sei dann der Auszahlplan des neuen Altersvorsorgedepots.

Quelle: ntv.de, awi/dpa

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