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Startseite»Nachrichten»Ölpreise reagieren auf Gefechte: Rekordjagd an der Wall Street vorerst beendet
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Ölpreise reagieren auf Gefechte: Rekordjagd an der Wall Street vorerst beendet

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 3, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Ölpreise reagieren auf GefechteRekordjagd an der Wall Street vorerst beendet

Für Aufsehen an der Wall Street sorgte GameStop. (Foto: REUTERS)

Die Investoren an den US-Börsen reagieren auf die Geschehnisse am Persischen Golf: Die Stimmung an der Wall Street erleidet einen kleinen Dämpfer. Unternehmen im Finanz- und Technologiesektor zählen zu den größten Verlierern – doch es gibt eine Ausnahme.

Sorgen über eine Eskalation im Nahen Osten und steigende Ölpreise haben die Anleger an der Wall Street heute zu Gewinnmitnahmen bewogen und die Rekordjagd vorerst beendet. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,2 Prozent tiefer auf 50.687 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gab 0,7 Prozent auf 7554 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,9 Prozent auf 26.854 Punkte.

Neue Gefechte zwischen den USA und dem Iran stellten eine wackelige Feuerpause auf die Probe und trieben die Ölpreise an. Investoren befürchteten, dass ein anhaltender Konflikt und die anhaltende Schließung der Straße von Hormus die Inflation weiter anheizen könnten, sagte Bill Northey, Investmentdirektor bei U.S. Bank Wealth Management.

Dies dämpfte die Hoffnungen auf Zinssenkungen der US-Notenbank (Fed). Dem FedWatch-Tool der Börse CME zufolge preisen die Finanzmärkte nun eine Wahrscheinlichkeit von 41,1 Prozent für eine Zinserhöhung im Dezember ein, verglichen mit 9,1 Prozent vor einem Monat.

Der regionale Wirtschaftsbericht der Fed, das sogenannte Beige Book, zeigte zwar eine anziehende Konjunktur, wies jedoch auf die allgegenwärtigen Folgen der höheren Energiekosten hin. Der New Yorker Fed-Präsident John Williams erklärte, die Geldpolitik sei derzeit gut aufgestellt und müsse trotz der Inflationsrisiken nicht geändert werden.

GameStop sorgt für Aufsehen

Auf Unternehmensseite zählten der Finanz- und der Technologiesektor zu den größten Verlierern. Eine Ausnahme bildeten jedoch Werte rund um das Thema Künstliche Intelligenz (KI), die sich von den geopolitischen Risiken unbeeindruckt zeigten. Der Halbleiterindex legte um 1,4 Prozent zu. Aktien von Chipentwicklern wie Marvell, Intel, Qualcomm und Sandisk gewannen zwischen 3,7 und 6,7 Prozent. Auch Meta stach mit einem Plus von 4,2 Prozent hervor, während sechs der sieben Tech-Giganten Kursverluste verbuchten.

Unter Druck gerieten die Aktien von Vermögensverwaltern. Auslöser war die Entscheidung der Schweizer Partners Group, die Auszahlungen aus einem 8,6 Milliarden Dollar schweren Private-Equity-Fonds zu begrenzen. In der Folge fielen die Papiere von US-Konkurrenten wie KKR, Blackstone, Blue Owl und Ares Management um 3,9 bis 4,2 Prozent.

Zu den Gewinnern zählten hingegen die Energieaktien, die von den steigenden Ölpreisen profitierten. Für Aufsehen sorgte zudem GameStop: Die Papiere des Videospielhändlers sprangen um sechs Prozent in die Höhe. Das Unternehmen hatte einen Anstieg des Quartalsumsatzes gemeldet und ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von zwei Milliarden Dollar angekündigt.

Quelle: ntv.de, dsc/rts

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