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Startseite»Nachrichten»Wegen Warkens Sparplänen: Zwei große Pharmakonzerne fahren Investitionen in Deutschland deutlich zurück
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Wegen Warkens Sparplänen: Zwei große Pharmakonzerne fahren Investitionen in Deutschland deutlich zurück

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 3, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Wegen Warkens SparplänenZwei große Pharmakonzerne fahren Investitionen in Deutschland deutlich zurück

Gesundheitsministerin Nina Warken bekommt Gegenwind für ihr Vorhaben. (Foto: IMAGO/dts Nachrichtenagentur)

Mit einer größeren Reform der gesetzlichen Krankenversicherung will die Bundesregierung Kosten sparen. Pharmakonzerne überdenken deswegen ihre Investitionen. Zwei große Unternehmen haben nun schlechte Nachrichten für den Standort Deutschland.

Der US-Pharmakonzern Eli Lilly will wegen der Sparpläne der Bundesregierung im Gesundheitswesen eine geplante Milliardeninvestition in einen neuen Standort im rheinland-pfälzischen Alzey deutlich reduzieren. Das teilte das Unternehmen mit Sitz in Indianapolis mit. Konzernchef Dave Ricks sagte im „Handelsblatt“, Deutschland werde mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz bei der Unterstützung der Branche auf den letzten Platz der europäischen Märkte fallen.

Eli Lilly wollte bislang 2,5 Milliarden US-Dollar (2,16 Mrd. Euro) in die neue Produktionsstätte im rheinhessischen Alzey stecken. Vor dem Hintergrund des aktuellen gesundheitspolitischen Kurses in Deutschland sei nun geplant, den noch ausstehenden Umfang des Projekts um 50 Prozent gegenüber der ursprünglichen Planung zu reduzieren, teilte das Unternehmen mit. Es solle zunächst nur der „Mindestumfang des Hightech-Produktionsstandortes in Alzey“ fertiggestellt werden, erklärte Firmenchef Ricks.

Der Pharmakonzern Boehringer Ingelheim stoppt zudem in Deutschland geplante Investitionen in einem hohen dreistelligen Millionenbereich. Es gehe um Ausgaben für die Jahre 2027 bis 2030 mit einem Gesamtvolumen von 900 Millionen Euro, teilte das Unternehmen in Ingelheim bei Mainz mit.

Als Gründe für den Schritt nennt Boehringer Ingelheim die schwierigen Rahmenbedingungen in Deutschland, auch die Sparpläne der Bundesregierung bei den Gesundheitsausgaben. Die sehen unter anderem höhere Rabatte vor, die Arzneikonzerne Krankenkassen künftig gewähren müssen.

Druck aus den USA

Verwiesen wird von Boehringer zudem auf die größere Dynamik in anderen Märkten sowie die geopolitische Lage. Dazu zählt ein gewachsener Druck aus den USA. Boehringer Ingelheim hatte wie andere Pharmaunternehmen eine Art Abkommen mit der US-Regierung geschlossen, um von Pharmazöllen befreit zu werden. Eine Bedingung dafür ist, in Produktion und Forschung in Amerika zu investieren.

„Die nächste Innovation geht nach Lage der Dinge aktuell nicht nach Deutschland“, sagte Boehringer-Deutschlandchef Médard Schoenmaeckers dem „Handelsblatt“. „Wir müssen Schritt halten mit der Entwicklung in den USA und Asien.“ Die in Deutschland gestoppten Investitionen waren vor allem für den Ausbau der Infrastruktur an hiesigen Standorten vorgesehen, unter anderem für neue Laborgebäude.

Quelle: ntv.de, rog/dpa

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