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Startseite»Nachrichten»Anfrage an die Bundesregierung: Gasreserven in Deutschland reichen nur wenige Monate
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Anfrage an die Bundesregierung: Gasreserven in Deutschland reichen nur wenige Monate

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 5, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Anfrage an die BundesregierungGasreserven in Deutschland reichen nur wenige Monate

Eine Bohrstelle für Erdgas in Reichling südlich von Landsberg am Lech im September vergangenen Jahres. (Foto: picture alliance / Christine Koenig)

Schwarz-Rot will heimische Gasvorkommen weiter erschließen. Doch wie groß sind die Reserven überhaupt? Diese Frage stellen die Grünen der Bundesregierung, eine Mitteilung des Wirtschaftsministeriums beruhigt sie allerdings nicht.

Die Grünen dämpfen die Hoffnung der Bundesregierung, mit Gasförderung in Deutschland das Energieangebot auszuweiten. Die Reserven in heimischen Vorkommen würden nicht einmal den Verbrauch von fünf Monaten decken, sagte die Fraktionssprecherin für Klimapolitik, Lisa Badum. Sie hatte dazu eine Anfrage an die Bundesregierung gestellt.

Das Bundeswirtschaftsministerium verweist auf die jährlich vom niedersächsischen Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) berichteten geschätzten sicheren und wahrscheinlichen Reserven in Deutschland. Zum Stichtag 1. Januar 2025 hätten sich diese Reserven auf umgerechnet 32,2 Milliarden Kubikmeter Reingas belaufen. Dies entspreche 314,5 Terawattstunden. Das Ministerium gab im gleichen Schreiben den deutschen Gasverbrauch des Jahres 2024 mit 844 Terawattstunden an.

Aus Badums Sicht macht die Antwort deutlich, dass neue fossile Gasbohrungen keinen Beitrag zu Deutschlands Energiesicherheit leisten können. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche sollte auf Wind und Sonne setzen, so Badum weiter. „Das geht schneller, kostet weniger und ist besser für Trinkwasser und Klima.“

Experte weist auf geringe förderbare Gasmengen hin

Dieter Griessbach, Energieexperte bei der Unternehmensberatung Argon & Co, hatte auf Anfrage von ntv.de bereits im April auf das geringe Ausmaß der förderbaren Gasmengen in Deutschland verwiesen. Auch er gab zu bedenken, dass die gesamten Reserven nicht einmal die Hälfte eines einzigen deutschen Jahresverbrauchs decken könnten.

Der Koalitionsausschuss hatte Mitte April laut einem Ergebnispapier festgestellt: „Langfristig müssen wir zudem das Energieangebot ausweiten, um die Abhängigkeiten im Energiebereich zu reduzieren. Dazu gehört auch die Nutzung heimischer Energiequellen, z.B. die Erschließung ausgewählter heimischer Gasvorkommen. Zudem treiben wir den Ausbau der Erneuerbaren Energien ambitioniert voran.“

Das Ministerium ergänzte in seiner Antwort an die Abgeordnete: „Bergrechtliche Genehmigungen von Projekten müssen durch die zuständigen Bergbehörden der Länder entschieden werden.“ Auch im Koalitionsvertrag im Mai 2025 hatte das Thema bereits Erwähnung gefunden. „Wir wollen Potenziale konventioneller Gasförderung im Inland nutzen“, heißt es darin.

Quelle: ntv.de, ghö/dpa

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