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Startseite»Nachrichten»Nach doch noch erteilten WM-Visa: Iran kocht vor Wut auf die USA: „Diskriminierung höchster Stufe“
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Nach doch noch erteilten WM-Visa: Iran kocht vor Wut auf die USA: „Diskriminierung höchster Stufe“

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 6, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Nach doch noch erteilten WM-VisaIran kocht vor Wut auf die USA: „Diskriminierung höchster Stufe“

Irans Fußballer dürften zur WM in die USA einreisen. (Foto: IMAGO/Anadolu Agency)

Die USA lassen die iranische Fußball-Nationalmannschaft eine gefühlte Ewigkeit zappeln. Erst vor wenigen Tagen werden die Einreise-Visa erteilt. Der US-Botschafter ist begeistert, der Iran sauer. Auch weil nicht alle Teammitglieder dabei sein können.

Der Iran hat nach der Visa-Erteilung für seine Fußball-Nationalmannschaft zur WM-Reise nach Nordamerika scharfe Kritik an den US-Behörden geäußert. „Sie haben die willkürliche und diskriminierende Behandlung des iranischen Teams auf die höchste Stufe gehoben“, schrieb die Botschaft in der Türkei via X in einer Reaktion auf eine Aussage des US-Botschafters Tom Barrack, der die erteilte Einreise-Genehmigung bestätigt hatte. 

„Warum erwähnen Sie nicht, dass einem Großteil des Management- und Führungspersonals, der technischen Berater und anderer wichtiger Mitglieder die Einreise-Visa verweigert wurden, die integraler Bestandteile jeder Nationalmannschaft sind?“, hieß es in dem Statement. Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim wurde unter anderem dem Teammanager, den Vertretern des Außenministeriums und der Sicherheitsabteilung sowie dem Pressechef der Mannschaft die Einreise in die USA verweigert.

Die Medien berichten von insgesamt zwölf abgelehnten Anträgen, aber eine offizielle Bestätigung des Verbands steht noch aus. Die Betroffenen sollen die Nationalmannschaft dennoch heute nach Tijuana begleiten, um in Mexiko dann erneut Visaanträge für die USA zu stellen. In der Stadt nahe der Grenze zum US-Bundesstaat Kalifornien wird das Team in der Nacht zum Sonntag erwartet.

Barrack hatte am Freitag ebenfalls bei X die US-Botschaft überschwänglich für ihr Vorgehen gelobt. „Ich bin stolz auf unser hervorragendes Team der US-Botschaft in Ankara, das die Visa für die iranische Nationalmannschaft auf ihrem Weg zur Weltmeisterschaft in den Vereinigten Staaten bearbeitet hat“, erklärte er in Bezug auf einen Medienbericht, demzufolge die iranischen WM-Spieler die Einreisevisa für die USA erhalten haben.

Drei Tage zuvor hatten die Iraner bereits ihre Visa für Mexiko bekommen. Bislang befand sich die Mannschaft im Trainingslager in der Türkei. Das Turnier beginnt am Donnerstag kommender Woche. Sein erstes WM-Spiel soll Iran am 15. Juni in den USA gegen Neuseeland bestreiten. Am Samstag war ein Flug nach Spanien geplant, bevor es von dort aus weiter zum Turnier-Quartier in Tijuana nach Mexiko gehen soll.

Ursprünglich hatte die Mannschaft ihr Camp in Tucson/Arizona geplant, dieses wurde dann nach Mexiko verlegt. Die drei Vorrundenspiele finden aber in den USA statt. Die beiden Länder befinden sich im Kriegszustand, seit die USA und Israel Ende Februar begannen, den Iran zu bombardieren.

Quelle: ntv.de, tno/sid/dpa

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