Deutschland, Frankreich und Großbritannien wollen die Bemühungen für ein Ende des Ukraine-Kriegs neu anstoßen. In London berät Kanzler Merz darüber mit Präsident Selenskyj, Frankreichs Präsident Macron und dem britischen Premier Starmer.
Herzlich begrüßte Premierminister Keir Starmer die Staats- und Regierungschefs in der Downing Street Number 10. Frankreich, Großbritannien und Deutschland zählen zu den engsten Verbündeten Kiews.
Bei den Gesprächen mit Präsident Wolodymyr Selenskyj soll es um die weitere Unterstützung der Ukraine gehen, um verstärkten Druck auf Russland und um eine gemeinsame Position bei möglichen Verhandlungen mit Russland.
Selenskyj schrieb auf X, ein Fokus werde auch auf einer verstärkten Zusammenarbeit im Bereich der Luftverteidigung für die Sicherheit ganz Europas liegen. Am Montag will der ukrainische Präsident auch König Charles III. treffen.
Russland stärker unter Druck
Selenskyj sucht das Engagement seiner Verbündeter. Zuletzt hatte er in einem offenen Brief ein persönliches Treffen mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin vorgeschlagen. Ein Angebot, das Bundeskanzler Friedrich Merz begrüßte. Er betonte, es sei aus seiner Sicht selbstverständlich, dass in einem solchen Gesprächsformat die Europäer mit am Tisch säßen. Was fehle, sei die Bereitschaft des russischen Präsidenten, in Gespräche einzutreten.
Russland steht im Moment jedoch wirtschaftlich und militärisch stärker unter Druck. Gleichzeitig ziehen die USA sich aus der aktiven Vermittlerrolle im Ukraine-Krieg zurück. Aus deutschen Regierungskreisen heißt es, dass sich langsam ein Fenster für Gespräche der europäischen Seite mit Russland öffne.
