Die USA haben wegen des Ebola-Ausbruchs in Zentralafrika bereits Einreiseverbote verhängt, nun fordern sie auch von Europa Einschränkungen. Die Zahl der in der DR Kongo bestätigten Ebola-Fälle ist auf fast 600 angestiegen.
Aus Sorge vor einer Ausbreitung des Ebola-Virus haben die USA europäische Staaten aufgefordert, die Einreise aus einigen zentralafrikanischen Ländern einzuschränken. Eine Variante des Virus breitet sich vor allem in der Demokratischen Republik Kongo aus, auch in Uganda wurden Fälle registriert.
Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, sollen die USA Anfang des Monats eine diplomatische Note an Regierungen europäischer Staaten übermittelt und auf Einreisebeschränkungen gedrängt haben. Am gestrigen Dienstag hatte US-Außenminister Marco Rubio mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen telefonisch über das Thema beraten, wie das US-Außenministerium mitteilte.
Die Forderung der USA zielt laut Reuters auch darauf ab, eine Ausbreitung des Virus während der am Donnerstag beginnenden Fußball-Weltmeisterschaft zu verhindern. Die USA hatten schon im vergangenen Monat ein Einreiseverbot für ausländische Staatsbürger verhängt, die sich in den vorangegangenen 21 Tagen in der Demokratischen Republik Kongo, Uganda oder dem Südsudan aufgehalten haben.
600 bestätigte Ebola-Fälle in der DR Kongo
Die Zahl der bestätigten Ebola-Fälle in der Demokratischen Republik Kongo ist mittlerweile auf fast 600 angestiegen, wie die Regierung des Landes mitteilte. 115 Menschen seien infolge der Infektion gestorben.
Der aktuelle Virusausbruch ist besonders schwer einzudämmen, auch weil es für den Ebola-Erreger vom Typ Bundibugyo bislang keinen Impfstoff gibt. Die Weltgesundheitsorganisation hatte Mitte Mai einen internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen.
