Am bei Urlaubern beliebten Gardasee in Italien ist ein Waldbrand ausgebrochen. Hitze und starker Wind erschweren die Löscharbeiten. Die Feuerwehr versucht vor allem, Wohnhäuser zu schützen.
Am Gardasee in Italien kämpft die Feuerwehr gegen einen Waldbrand. Meterhohe Flammen und starker Wind machten es den Einsatzkräften bisher unmöglich, das Feuer unter Kontrolle zu bringen.
Mehr als 200 Menschen wurden am Westufer des Sees vorsichtshalber in Sicherheit gebracht, darunter Urlauber aus einer Ferienanlage. Auch mehrere Ferienhäuser mussten geräumt werden. Italiens größter See ist besonders bei Deutschen ein beliebtes Ferienziel.
Das Feuer wütet nach Angaben der Feuerwehr auf dem Gebiet der Gemeinde Tignale. Der Brand in den Bergen oberhalb des Ufers verbreitete sich demnach am Freitagabend und in der Nacht rasant weiter.
Hitze bleibt bis mindestens Mitte August
Am Vormittag waren noch zahlreiche Einsatzkräfte vor Ort, auch mit Löschflugzeugen und Hubschraubern. „Derzeit konzentrieren sich die Arbeiten auf die Eindämmung der Feuerfronten und den Schutz einiger Wohnhäuser“, hieß es. Die Brandursache ist noch unklar.
Die Menschen in ganz Italien leiden seit Wochen unter einer Hitzewelle – mit Temperaturen von teils mehr als 40 Grad. Zudem herrscht große Trockenheit. Große Flüsse wie der Po führen nur noch wenig Wasser. In fast allen Großstädten gilt wegen akuter Gesundheitsgefahren für die Bevölkerung aktuell Alarmstufe Rot. Bis mindestens Mitte des Monats soll es nicht kühler werden.
Alarmstufe Rot wird von der Regierung in Rom erlassen, wenn es extreme Hitze verbunden mit hoher Luftfeuchtigkeit gibt. Das bedeutet akute Gesundheitsgefahren nicht nur für ältere Menschen und andere Risikogruppen, sondern auch für Gesunde und sportlich Aktive. Die Warnung gilt aktuell von Nord bis Süd, von Bozen in Südtirol bis Palermo auf der Mittelmeerinsel Sizilien.
Mit Informationen von Lisa Weiß, ARD Rom
