„Keine Entschuldigung“
Großer Blutfleck auf dem Weißen Trikot
13.06.2026 | 19:52 Uhr
Unschöne Bilder aus Frankreich: Rad-Toptalent Paul Seixas muss für einen eigenen Fehler mit Blut bezahlen. Der Franzose bleibt länger liegen, dann kämpft er sich im blutigen Trikot zurück.
Frankreichs Radsport-Jungstar Paul Seixas hat bei der Tour Auvergne-Rhone-Alpes nach einem schweren Sturz auf der vorletzten Etappe einen Rückschlag erlitten und seine Chance auf den Gesamtsieg wohl eingebüßt. Der 19-Jährige vom Team Decathlon CMA CGM verlor am Samstag zwar Zeit, konnte die Generalprobe für die Tour de France aber zumindest fortsetzen.
Den Etappensieg bei der Bergankunft nach 133,6 km auf dem von der Tour bekannten Grand Colombier sicherte sich der Mexikaner Isaac del Toro vom Team UAE Emirates-XRG mit 24 Sekunden Vorsprung vor dem Spanier Juan Ayuso vom Team Lidl-Trek und dem letztjährigen Tour-Sechsten Tobias Halland Johannessen (Norwegen/+38 Sekunden).
Bester Deutscher war der ehemalige Eisschnellläufer Lennart Jasch. Der 25 Jahre alte Fahrer des Teams Tudor Pro Cycling erreichte mit 3:07 Minuten Rückstand den 13. Platz.
Blutflecken auf dem Trikot
Seixas war auf der schweren vorletzten Etappe mit Bergankunft nach rund 40 Kilometern zu Fall gekommen. Nach einiger Zeit am Boden stieg er wieder auf sein Rad und fuhr mit zwei Teamkollegen an seiner Seite sowie einem Rückstand von rund vier Minuten dem Feld hinterher. Schürfwunden an Armen und Beinen sowie Blutflecken auf seinem weißen Trikot des besten Jungprofis zeugten vom Crash. „Das war mein Fehler, es gibt keine Entschuldigung. Es ist ganz alleine meine Schuld, sagte er nach dem Rennen.
37 km vor dem Ziel schaffte es Seixas wieder zurück ins Feld, am Schlussanstieg konnte er jedoch nicht mit den Besten mithalten und erreichte mit einem Rückstand von 1:21 Minuten den siebten Platz. In der Gesamtwertung liegt Seixas auf Rang sechs.
Gesamtführender ist der 21-jährige Australier Luke Tuckwell vom deutschen Team Red Bull-Bora-Hansgrohe mit 42 Sekunden Vorsprung vor Matteo Jorgenson (USA) vom Team Visma-Lease a Bike. Dritter ist Etappensieger del Torro (+49 Sekunden).
Schwere Stürze
Ausnahmtalent Seixas wird nach einem herausragenden Frühjahr zugetraut, bei der am 4. Juli beginnenden Tour de France zumindest phasenweise auf Augenhöhe mit den Topfavoriten Tadej Pogacar (Slowenien) und Jonas Vingegaard (Dänemark) wettstreiten zu können.
Am Vortag war bereits der Brite Oscar Onley, Vierter der Tour de France 2025, schwer gestürzt und war unter anderem aufgrund einer ausgekugelten Schulter nicht mehr am Samstag angetreten. Das früher unter dem Namen Dauphine bekannte Rennen endet am Sonntag mit einer weiteren schweren Alpenetappe und der Bergankunft auf dem Plateau de Solaison.
Verwendete Quelle: ntv.de
