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Startseite»Politik»Marktbericht: Anleger trauen sich zurück in den Markt
Politik

Marktbericht: Anleger trauen sich zurück in den Markt

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 13, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Marktbericht

Stand: 13.08.2026 • 07:36 Uhr

Der DAX dürfte sich zum Handelsstart wieder seinem Rekordstand annähern. Für Zuversicht sorgen gestrige US-Inflationsdaten. Auch die Vorgaben aus Japan und Südkorea fallen ansprechend aus.

Der DAX dürfte heute wieder näher an seinen Rekord vom Vortag heranrücken. Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex vor dem Xetra-Handelsstart 0,4 Prozent höher auf 26.432 Punkte. Der DAX war gestern mit einem Minus von 0,2 Prozent auf 26.331 Punkten aus dem Handel gegangen. Zuvor hatte er jedoch ein neues Allzeithoch bei 26.573 Zählern erreicht. Anschließend nahmen Anleger Gewinne mit.

„Auch wenn es nicht für einen Schlussrekord reichte, bleibt eine erkennbare Kaufdynamik an Europas Börsen vorhanden, die sich verstärkt auf die Technologie- und Rüstungswerte konzentriert“, sagte Andreas Lipkow, Analyst beim Broker CMC Markets.

Die Aussichten für weitere Rekordstände noch in dieser Woche stehen für den DAX gar nicht schlecht. Weiteren Auftrieb könnten die gestrigen Inflationsdaten aus den USA geben. Die US-Verbraucherpreise stiegen im Jahresvergleich im Juli um 3,4 Prozent. Im Juni waren sie noch um 3,5 Prozent gestiegen.

Die Verbraucherpreise sind für die Geldpolitik der US-Notenbank Fed von großer Bedeutung. Steigt die Inflation, könnten sich die Notenbanker gezwungen sehen, die Leitzinsen zu erhöhen. Die sinkende Inflationsrate deutet darauf hin, dass die Fed den Zins im September bei der nächsten Zinssitzung stabil halten könnte. Die Terminmärkte würden die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der Fed im September nur noch mit rund 35 Prozent einpreisen, schreibt Ulrich Stephan, Chefanlagestratege für Privat- und Firmenkunden bei der Deutschen Bank.

Das ist für den Aktienmarkt eine gute Nachricht. Denn steigen die Zinsen, würden sich Kredite verteuern, eine Belastung für Unternehmen und Verbraucher. Auch die Kosten für den Staat, sich weiter zu verschulden, würden deutlich höher. Außerdem würden Anlagealternativen wie festverzinsliche Wertpapiere durch höhere Zinsen attraktiver für Investoren. Sie könnten sich vom Aktienmarkt abwenden und in Anleihen investieren.

Die Vorgaben aus Asien fallen ermutigend aus, dort ist die Erleichterung über die US-Inflationsdaten ebenfalls spürbar. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien außerhalb Japans stieg um rund ein Prozent. Der südkoreanische Kospi legte um 4,4 Prozent zu, und der japanische Nikkei-Index gewann 1,9 Prozent.

Auch vom Rohstoffmarkt ist heute tendenziell Unterstützung zu erwarten. Die Ölpreise gaben nach, hielten sich aber in der Nähe der Marke von 80 Dollar. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verbilligte sich um 1,2 Prozent auf 87,95 Dollar. Das US-Öl WTI notierte 1,3 Prozent schwächer bei 82,18 Dollar.

Händler verwiesen auf den Stillstand bei den Bemühungen, den Golfkrieg zwischen den USA und dem Iran zu beenden. Der Iran widersprach zuletzt wiederholt getätigten Aussagen von US-Präsident Trump, wonach die USA die Kontrolle über die Straße von Hormus hätten.

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