In der Demokratischen Republik Kongo erkranken immer mehr Menschen an Ebola: Laut der Regierung sind inzwischen mehr als 700 Menschen infiziert. Eine US-Firma arbeitet an der Entwicklung eines Impfstoffs.
In der Demokratischen Republik Kongo ist die Zahl der bestätigten Ebola-Fälle auf über 700 gestiegen. Insgesamt gebe es nun 710 Fälle, teilte die Regierung mit. 149 Menschen seien an der Krankheit gestorben. Die Zahlen geben nach Angaben der Regierung den Stand von Freitag wieder. Demnach wurden binnen 24 Stunden 21 neue Fälle registriert.
Forschung an Impfstoff
Im Kampf gegen den Ausbruch entwickelt der US-Biotechkonzern Moderna mit Unterstützung der internationalen Impfallianz CEPI einen Impfstoff. Wie das Unternehmen vor zwei Wochen mitteilte, stellt CEPI dafür bis zu 50 Millionen Dollar zur Verfügung.
Zudem haben die globale Impfallianz Gavi und der Pandemiefonds der Weltbank weitere Millionensummen zugesagt, um die Entwicklung von Impfstoffen und die Eindämmung der Krankheit zu unterstützen.
WHO warnt
Die aktuelle Epidemie wird vom Bundibugyo-Virus verursacht. Laut dem Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin handelt es sich dabei um einen „Verwandten“ des Ebolavirus, gegen den es bisher keinen Impfstoff und keine gezielte Therapie gibt. Die Sterblichkeitsrate liegt bei etwa 30 bis 50 Prozent.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte wegen der Ebola-Epidemie Mitte Mai eine „gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite“ ausgerufen. Das ist ihre zweithöchste Alarmstufe.
Die Demokratische Republik Kongo hat bereits mehrere verheerende Ebola-Ausbrüche erlebt, darunter die zweitschwerste Epidemie weltweit von 2018 bis 2020 mit mehr als 2.200 Toten.
