Lieber Frau Doktor als PopstarWas Ex-No-Angel Vanessa heute treibt
Als die No Angels 2000 aus der Castingshow „Popstars“ hervorgehen, sind sie eigentlich zu fünft. Doch das Quintett bricht alsbald auseinander. Vanessa Petruo verlässt 2003 die Gruppe – und kehrt nie wieder zurück. Sie lebt heute ein völlig anderes Leben.
Sind sie nun zu fünft, zu viert oder vielleicht sogar nur zu dritt? Die Geschichte der No Angels ist nicht frei von Brüchen. Nur Lucy Diakovska und Sandy Mölling hielten der Formation in ihren aktiven Jahren wirklich durchgehend die Stange. Abtrünnig wurde der Gruppe insbesondere Vanessa Petruo, die schon 2003 komplett ausstieg. Aber der Reihe nach.
Wir schreiben das Jahr 2000. Der private Fernsehsender RTL II geht mit einem für Deutschland völlig neuen Show-Konzept an den Start: eine Castingshow, aus der schlussendlich eine Girlgroup hervorgehen soll, die auf den Spuren des britischen Phänomens namens Spice Girls wandelt.
Knapp drei Monate und 15 Folgen später ist es vollbracht: Von den ursprünglich 4500 Bewerberinnen haben sich fünf durchgesetzt, um unter dem Bandnamen No Angels fortan die Charts aufzumischen. Neben Diakovska, Mölling und Petruo sind das Nadja Benaissa und Jessica Wahls.
Die Sache läuft auch gar nicht schlecht an. Von 2001 bis 2003 gelingen der Band ganze vier Nummer-eins-Hits in Deutschland. Schon die Debütsingle „Daylight in Your Eyes“ stürmt an die Spitze der Charts. Und auch die drei Alben, die die No Angels seinerzeit im Jahresrhythmus auf den Markt bringen, erweisen sich als Verkaufsschlager, die allesamt die Topposition erobern.
Zwei Auflösungen, zwei Comebacks
Trotzdem kommt es um die Jahreswende 2002/2003 erstmals zum Bruch: Jessica Wahls verabschiedet sich in eine Babypause, die zunächst eigentlich nur vorübergehend sein soll. Doch sie kehrt auch nach der Geburt ihrer Tochter nicht wieder zurück. Die No Angels machen fortan zu viert weiter, lösen sich Ende 2003 dann aber erstmals auf.
2007 kommt es zum Comeback. Wahls ist nun wieder am Start. Und auch Diakovska, Mölling und Benaissa mischen erneut mit. Jetzt ist es Petruo, die ihre Solokarriere dem Revival mit den Bandkolleginnen vorzieht – und die No Angels bleiben ein Quartett. Als 2010 die erschöpfte Benaissa ebenfalls die Segel streicht, schrumpft die Gruppe vorübergehend gar zu einem Trio. Doch auch das hält nicht lange durch: 2011 lösen sich die No Angels zum zweiten Mal auf.
Aber aller guten Dinge sind bekanntlich drei. So feiert die einstige Casting-Sensation 2021 ihre abermalige Rückkehr – und alle sind wieder mit von der Partie. Alle außer Petruo. Die hat sich da schon seit vielen Jahren komplett aus der Öffentlichkeit zurückgezogen und lebt ein Leben abseits der schillernden Popstars-Welt.
Petruo bekam Drillinge
Wie dieses Leben aussieht, darüber berichtet nun die „Bild“-Zeitung. Bereits bekannt war, dass die inzwischen 46-Jährige nicht nur ein Psychologie-Studium absolviert, sondern 2018 auch promoviert hat. Auch dass sie 2020 Nicolas Zink heiratete, den sie während ihrer Promotion am Universitätsklinikum Dresden kennengelernt hatte, und mit ihm nach Los Angeles zog, ist nicht neu.
Was neu ist, ist, dass Petruo nach „Bild“-Informationen 2021 in den USA Mutter von Drillingstöchtern geworden ist. Und: Seit rund zwei Jahren soll die Ex-No-Angels-Sängerin wieder in ihrer Geburtsstadt Berlin leben. In der Nähe ihres Wohnortes im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf soll Petruo als Psychotherapeutin mit den Spezialgebieten ADHS und Autismus in einer Gemeinschaftspraxis arbeiten, während ihr Mann am Institut für Psychologie an einer Berliner Universität beschäftigt sei.
Statt auf der Bühne sei Petruo mittlerweile wohl eher häufiger auf Spielplätzen anzutreffen, mutmaßt das Blatt. Dabei scheint sie ihrer Popstar-Karriere nicht allzu sehr hinterherzutrauern. 2023 schrieb Petruo in einem Instagram-Beitrag, dass sich ihr Leben „seit der Auflösung der Band vor über 20 Jahren in eine andere Richtung entwickelt“ habe. Ihr sei es dabei wichtig, „dass es keinen Groll oder Streit zwischen mir und den anderen gibt“. Sie wünsche ihren Ex-Kolleginnen bei den No Angels „von ganzem Herzen viel Erfolg“.
