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Elfenbeinküste geschwächt: Manipulationsverdacht kostet WM-Spieler das DFB-Duell

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 18, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Elfenbeinküste geschwächt

Manipulationsverdacht kostet WM-Spieler das DFB-Duell

18.06.2026 | 13:25 Uhr

Den Ivorer Elye Wahi holt eine Aktion aus der französischen Liga ein. Wegen einer Gelben Karte wird gegen ihn wegen möglicher Spielmanipulation ermittelt. Er musste deswegen sogar in Gewahrsam. Jetzt verweigert ihm Kanada die Einreise – und er verpasst das WM-Spiel gegen das DFB-Team.

Harter Schlag für den DFB-Gegner: Die Fußball-Nationalmannschaft der Elfenbeinküste muss im WM-Vorrundenspiel gegen Deutschland am Samstag (22 Uhr/ZDF, MagentaTV und im ntv.de-Liveticker) in Toronto ohne Elye Wahi antreten. Nach Verbandsangaben wurde dem Frankfurter Bundesligaprofi, der an OGC Nizza ausgeliehen ist, von den kanadischen Behörden die Einreise verweigert.

In Frankreich läuft gegen Wahi laut „The Athletic“ ein Ermittlungsverfahren „wegen des Verdachts auf organisierten Betrug, organisierte Korruption im Sport, Hehlerei und Geldwäsche“. Es geht um Auffälligkeiten rund um das Ligue-1-Spiel zwischen Nizza und dem FC Metz (0:0) am 17. Mai. Wahi soll sich dabei absichtlich eine Gelbe Karte abgeholt haben, der Ligaverband LFP stellte auffälliges Wettverhalten für den Fall seiner Verwarnung fest. Rund zwei Wochen vor WM-Beginn soll der Stürmer sogar vorübergehend festgenommen worden sein.

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Marseille bestätigte die vorübergehende Festnahme eines 23 Jahre alten Fußballers, „der in der französischen Ligue 1 spielt“, nannte den Namen aber nicht. Es sei ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden. Anklage wurde noch nicht erhoben, darauf verweist auch der ivorische Fußball-Verband FIF.

„In dieser besonders heiklen Zeit unterstützt die FIF den Spieler und sichert ihm Vertrauen zu“, hieß es nun in der Mitteilung. „Elye Wahi bleibt ein wichtiger Bestandteil der Nationalmannschaft der Elfenbeinküste.“ Die für die Einreise erforderlichen behördlichen Genehmigungen jedoch „konnten bisher nicht eingeholt werden“. Wahi werde in den USA verbleiben, bis die Mannschaft zurückkehrt.

Gegen Ecuador (1:0) hatte Wahi zum Auftakt in der Startelf gestanden. Ihr drittes Gruppenspiel gegen Curacao absolviert die Elfenbeinküste wie schon gegen Ecuador in Philadelphia.

Frankfurt hatte Wahi im Januar 2025 verpflichtet und ihn mit einem Fünfjahresvertrag bis Sommer 2030 ausgestattet. Nachdem er sich im ersten Jahr nicht durchsetzen konnte, verliehen die Hessen den Stürmer nach Frankreich.

Verwendete Quellen: ntv.de, ara/sid

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