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Startseite»Nachrichten»Hilft das Medikament Remdesivir?: WHO testet zwei neue Ebola-Behandlungsmethoden
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Hilft das Medikament Remdesivir?: WHO testet zwei neue Ebola-Behandlungsmethoden

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 24, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Hilft das Medikament Remdesivir?WHO testet zwei neue Ebola-Behandlungsmethoden

Tedros Adhanom Ghebreyesus, Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation, bei einem Klinik-Besuch in Bunia in der Demokratischen Republik Kongo. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Gegen die seltene Bundibugyo-Variante des Ebolavirus gibt es bisher weder einen Impfstoff noch eine spezifische Behandlung. Die Weltgesundheitsorganisation plant in einer schwer betroffenen Region neue Therapieansätze.

In der von dem jüngsten Ebola-Ausbruch schwer betroffenen Demokratischen Republik Kongo sollen voraussichtlich ab der kommenden Woche zwei Therapien zur Behandlung der tödlichen Krankheit klinisch getestet werden. Die Vorbereitungen dafür seien inzwischen abgeschlossen, sagte der Chef der Weltgesundheitsorganisation WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, vor Journalisten in Genf.

Bei den Versuchen solle evaluiert werden, ob der monoklonale Antikörper MBP134 und das antivirale Medikament Remdesivir helfen könnten, die „Sterblichkeit von Patienten mit dem Bundibugyo-Virus zu reduzieren, entweder allein oder in Kombination“ der beiden Präparate.

Der jüngste Ebola-Ausbruch war Mitte Mai von der seltenen Bundibugyo-Variante des Ebolavirus ausgelöst worden, gegen die es weder einen Impfstoff noch eine spezifische Behandlung gibt. Ebola verläuft oftmals tödlich, die Übertragung geschieht durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten eines Infizierten.

WHO-Chef Tedros dankte den USA und dem Unternehmen Gilead Sciences dafür, die für die Tests notwendigen Dosen der Präparate zur Verfügung gestellt zu haben. Die WHO und ihre Partner würden eng mit den betroffenen Gemeinden zusammenarbeiten, um sie „zu informieren und in dem Versuch einzubinden“. „Wir arbeiten auch daran, sicherzustellen, dass die Gemeinden Zugang zu den Therapien haben, sollten sie sich als sicher und wirksam herausstellen“, sagte Tedros weiter.

An den Tests in der am schwersten betroffenen Provinz Ituri sind Tedros‘ Angaben zufolge die WHO und ein Partner-Konsortium beteiligt, darunter das kongolesische Nationale Institut für biomedizinische Forschung, die Hilfsorganisation Alima und die Universität Oxford. In der Demokratischen Republik Kongo wurden seit dem 15. Mai offiziellen Angaben zufolge 1.048 Ebola-Infektionen verzeichnet. Mindestens 277 Menschen starben an der Krankheit.

Quelle: ntv.de, bho/AFP

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