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Startseite»Politik»Regierung bringt Frühstartrente auf den Weg
Politik

Regierung bringt Frühstartrente auf den Weg

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 12, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 12.08.2026 • 13:30 Uhr

Die Bundesregierung will dafür sorgen, dass schon Kinder Geld für das Alter zurücklegen – mit der Frühstartrente. Aus den zehn Euro, die es monatlich vom Staat für das Vorsorgedepot gibt, könnte eine stattliche Summe werden.

Die Bundesregierung hat die sogenannte Frühstartrente auf den Weg gebracht. Das Bundeskabinett beschloss den Gesetzentwurf von Finanzminister Lars Klingbeil. Demnach sollen Kinder vom sechsten bis zum 18. Lebensjahr monatlich zehn Euro vom Staat erhalten. Das Geld fließt in ein Depot und soll langfristig am Kapitalmarkt angelegt werden. Die Frühstartrente soll ein zusätzlicher Baustein für die Altersvorsorge sein.

Sollte das Gesetz im Bundestag beschlossen werden und wie geplant zum 1. Januar 2027 in Kraft treten, beginnt die Förderung mit Kindern des Geburtsjahrgangs 2020. Für sie sollen die Beiträge rückwirkend ab Januar 2026 gezahlt werden. In den folgenden Jahren sollen jeweils weitere Jahrgänge hinzukommen. Für Kinder, die vor 2020 geboren wurden, ist keine staatliche Förderung vorgesehen.

Eltern können zusätzlich einzahlen

Eltern können für ihr Kind ein zertifiziertes Depot bei einem privaten Anbieter eröffnen und dort auch eigenes Geld einzahlen – bis zu 6.840 Euro pro Jahr dürfen aus eigenen Mitteln ergänzt werden. Wird kein individuelles Depot eingerichtet, soll der Bund die staatlichen Beiträge in einem von der Bundesbank verwalteten Sondervermögen anlegen.

Bis spätestens zum 25. Lebensjahr können Betroffene das angesparte Vermögen in einen eigenen zertifizierten Altersvorsorgevertrag übertragen. Die staatliche Förderung endet mit dem 18. Geburtstag. Das angesparte Kapital bleibt anschließend für die Altersvorsorge angelegt. Ausgezahlt werden kann es grundsätzlich frühestens ab dem 65. Lebensjahr.

Tatsächliche Höhe hängt von der Entwicklung ab

Nach Berechnungen des Bundesfinanzministeriums könnten allein die staatlichen Einzahlungen bis zur Volljährigkeit einen Depotwert von rund 2.200 Euro ergeben.

Ohne weitere Einzahlungen könnten daraus dem Ministerium zufolge bis zum Renteneintritt etwa 53.000 Euro werden. Die tatsächliche Höhe hängt von der Entwicklung der Geldanlage ab. Eine Garantie für die Rendite gibt es nicht.

Klingbeil will mehr Chancengleichheit

Finanzminister Lars Klingbeil begründet die Pläne auch mit mehr Chancengleichheit. Bislang hänge private Altersvorsorge zu häufig vom Elternhaus ab. „Mit der Frühstartrente geben wir jedem Kind in Deutschland ein Startkapital für die eigene Altersvorsorge“, so Klingbeil.

Die Bundesregierung verbindet mit dem Vorhaben zudem die Hoffnung, Kinder und Jugendliche früh an langfristiges Sparen und den Kapitalmarkt heranzuführen. Bevor die Frühstartrente starten kann, muss das Gesetzgebungsverfahren abgeschlossen werden.

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