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Startseite»Nachrichten»US-Börsen treten auf der Stelle: Abwärtstrend bei den Tech-Werten setzt sich fort
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US-Börsen treten auf der Stelle: Abwärtstrend bei den Tech-Werten setzt sich fort

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 26, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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US-Börsen treten auf der StelleAbwärtstrend bei den Tech-Werten setzt sich fort

Der Dow bewegte sich kaum, für den Nasdaq ging es weiter abwärts. (Foto: REUTERS)

Für den Nasdaq geht eine schwierige Woche zu Ende. Der technologielastige Index verliert den fünften Tag in Folge. Anleger fürchten, dass sich die massiven KI-Investitionen nicht rechnen. Außerdem drückt die Aussicht auf steigende Zinsen die Stimmung.

Die US-Börsen haben am Freitag kaum verändert geschlossen. Sorgen über die hohen Investitionskosten für Künstliche Intelligenz (KI) drückten die Kurse von Chip-Herstellern, während Aktien aus dem Gesundheitssektor zulegten. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,09 Prozent tiefer bei 51.876 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gab minimal auf 7354 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,2 Prozent auf 25.298 Punkte. Auf Wochensicht verbuchte der S&P 500 ein Minus von zwei Prozent, während der Nasdaq 4,7 Prozent verlor.

Investoren befürchten, dass sich die massiven Ausgaben für KI-Rechenzentren erst spät auszahlen könnten. Es sei noch zu früh, um auf eine größere Korrektur bei Technologiewerten zu schließen, sagte David Stubbs, Chef-Anlagestratege bei Alphacore Wealth Advisory. Die Fragen zur Rentabilität und zu den Investitionskosten würden jedoch nicht verschwinden. Stubbs warnte zudem, die US-Börsen seien anfällig für Anzeichen, dass die Unternehmen die hohen Gewinnerwartungen der Anleger nicht erfüllen könnten. Was die Stimmung zusätzlich dämpfte war ein Medienbericht, wonach OpenAI erwägt, seinen Börsengang auf das kommende Jahr zu verschieben.

Zinssorgen halten an

Unterdessen blieben die Zinssorgen der Anleger bestehen. Die US-Inflation war im Mai auf über vier Prozent gestiegen, da der Krieg im Iran die Energiepreise in die Höhe getrieben hatte. LSEG-Daten zufolge preisen Händler nun eine Zinserhöhung der US-Notenbank (Fed) um 25 Basispunkte ein. Die Wahrscheinlichkeit für einen weiteren Zinsschritt bis zum Jahresende liege bei knapp 27 Prozent. Zwar seien die Ölpreise nach einer Entspannung im Nahen Osten wieder deutlich gesunken, die Preiserhöhungen bei Apple zeigten jedoch, dass die Inflation ein Thema bleibe, erklärte Art Hogan, Chef-Marktstratege bei B. Riley Wealth. „Wir haben während der Pandemie eine ähnliche Dynamik erlebt, als Unterbrechungen der Lieferkette den Zugang zu Halbleitern einschränkten“, sagte Hogan. Nun sei ein vergleichbarer Angebotsschock bei Speicherchips zu beobachten, der erneuten Inflationsdruck erzeuge.

Das US-Konsumklima erholte sich im Juni einer Umfrage zufolge zwar von seinen Rekordtiefs, die privaten Haushalte zeigten sich indes weiterhin besorgt über die hohen Lebenshaltungskosten. Bei den Einzelwerten erholten sich die Aktien von Apple um 3,1 Prozent. Am Donnerstag hatten Preiserhöhungen für iPads und MacBooks wegen gestiegener Kosten für Speicherchips noch zu einem Ausverkauf geführt.

Die Papiere von Moderna sprangen nach einer Investorenveranstaltung um fast 13 Prozent auf den höchsten Stand seit 2024. ON Semiconductor stürzten dagegen um fast 24 Prozent ab. Der Chipkonzern will Synaptics für rund sieben Milliarden Dollar in Aktien übernehmen. Die Papiere von Synaptics gaben um 3,7 Prozent nach.

Mehr zum heutigen Börsengeschehen lesen Sie hier.

Quelle: ntv.de, ino/rts

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