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Startseite»Nachrichten»„Du bist eine Legende“: Fergie soll Epstein zweimal im Gefängnis besucht haben
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„Du bist eine Legende“: Fergie soll Epstein zweimal im Gefängnis besucht haben

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 27, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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„Du bist eine Legende“Fergie soll Epstein zweimal im Gefängnis besucht haben

Sarah Ferguson 2008 – Jeffrey Epstein verbüßte damals seine erste Haftstrafe. (Foto: picture-alliance/ dpa)

Weitere Details aus E-Mails zeigen, wie nahe sich Sarah Ferguson und der verurteilte Sexualstraftäter Jeffrey Epstein standen. Der nutzte eine großzügige Freigangregelung laut einem Medienbericht unter anderem für eine „schnelle Tasse Tee“. Danach zeigte sich Fergie begeistert.

Es ist eine weitere unangenehme Episode in einer belastenden Affäre: Neu öffentlich gewordene E-Mails legen nahe, dass Sarah „Fergie“ Ferguson den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein gleich zweimal aufsuchte, während dieser von 2008 bis 2009 eine Haftstrafe verbüßte. Über die Besuche berichtete der „Telegraph“.

Verurteilt worden war Epstein wegen der Prostitution Minderjähriger. Der US-amerikanische Multimillionär, der 2019 während einer erneuten Haftstrafe Suizid begangen haben soll, war für seine Taten damals zu 18 Monaten verurteilt worden, von denen er 13 absaß.

Die Treffen mit Fergie sollen nicht im Gefängnis, sondern in einem von Epstein angemieteten Büro in Palm Beach im US-Bundesstaat Florida stattgefunden haben. Möglich machte das demnach ein großzügiges Freigang-Programm, das dem Verurteilten erlaubte, tagsüber bis zu zwölf Stunden außerhalb seiner Zelle zu verbringen.

Das erste Treffen soll rund neun Monate nach Haftbeginn stattgefunden haben. Ferguson bat darum, auf eine „schnelle Tasse Tee“ vorbeikommen zu dürfen, um Unterlagen zu ihrer Wohltätigkeitsinitiative Mother’s Army abzugeben. Ihre Nachricht unterzeichnete die damalige Herzogin von York demnach im Original mit den Worten „Love, Sarah The red Head.!!“, zu Deutsch etwa: „In Liebe, Sarah, der Rotschopf.“

„Bitte mit Rosen obendrauf“

Wenige Tage später folgten überschwängliche Zeilen an den Häftling. In den E-Mails bezeichnete Ferguson Epstein als ihren „lieben, großartigen und besonderen Freund“ und schwärmte: „Du bist eine Legende, und ich bin so stolz auf dich… dass du so ein wunderbarer Freund bist.“ Zu diesem Zeitpunkt standen längst Vorwürfe im Raum, Epstein habe über Jahre minderjährige Mädchen für sexuelle Handlungen bezahlt.

Beim zweiten Besuch im Mai 2009 ließ sie sich von Epsteins Fahrer vom Flughafen abholen und ins Palm-Beach-Büro bringen. „Kann dein brillanter Yanoush mich abholen, mich zu dir bringen, du Großer!!“, heißt es demnach in einer E-Mail. „Und dann bring mich nach Miami!??? Bitte mit Rosen obendrauf!“ Ein dritter Besuch soll ebenfalls geplant, aber an geänderten Reiseplänen gescheitert sein.

Die Nachrichten sind nicht die ersten dieser Art. Sie reihen sich in eine Serie von Korrespondenzen ein, die im Zuge der laufenden Aktenveröffentlichungen des US-Justizministeriums ans Licht kamen. Bereits im Februar hatten E-Mails für Aufsehen gesorgt, in denen Ferguson Epstein gebeten haben soll, er möge sie „einfach heiraten“, und in denen sie ihn um die Finanzierung eines Flug-Upgrades für sich und ihre Töchter, die Prinzessinnen Beatrice und Eugenie, bat.

Ferguson war von 1986 bis 1996 mit dem früheren Prinzen Andrew, dem Bruder von König Charles III., verheiratet. Auch Andrew steht wegen seiner Nähe zu Epstein schwer unter Druck: Nach einem millionenschweren außergerichtlichen Vergleich mit dem mutmaßlichen Missbrauchsopfer Virginia Giuffre wurden ihm königliche Titel und Aufgaben entzogen, zuletzt auch sein Prinzentitel.

Eine Sprecherin der Herzogin hatte sich bereits zuvor gegenüber der BBC geäußert. Ferguson bereue ihre Verbindung zu Epstein, ihre ersten Gedanken seien stets bei dessen Opfern. Wie viele andere sei sie auf seine Lügen hereingefallen und habe den Kontakt abgebrochen, sobald ihr das Ausmaß der Vorwürfe bewusst geworden sei.

Quelle: ntv.de, chl/spot

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